Basketball
Der Traum vom dritten NLB-Playoff-Final ist geplatzt

In einem äusserst intensiven Spiel verliert die Alte Kanti Aarau gegen Swiss Central Basket mit 75:86 und scheitert damit im Playoff-Halbfinal. Nach einem guten Start der Aargauer konnten die Gäste das Spiel wenden und zu ihren Gunsten entscheiden.

Fabio Baranzini
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Aaraus James St.Robert (l.) im Luftkampf gegen Darren Kent.
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Der Aarauer Marco Lehmann (l.) mit viel Zug zum Korb.
AKA-Regisseur Dejan Hohler spielt einen Pass.
Der Aarauer Dejan Hohler (l.) wird von der Swiss Central Defensive unter Druck gesetzt.
Im ersten Viertel hatten die Aarauer (hier Sebastiano Morandi) noch Grund zum Jubeln.
Alte Kanti gegen Swiss Central

Aaraus James St.Robert (l.) im Luftkampf gegen Darren Kent.

Fabio Baranzini

Es war vielleicht nicht das spielerisch beste Basketballspiel der Saison, aber in punkto Emotionen, Intensität und Stimmung das Highlight im Deutschschweizer Basketball. Was die Fans bereits vor dem Spiel auf den Rängen boten, hat man in der Tellihalle bisher noch nie gesehen.

Der Aarauer Anhang tauchte zwei Drittel der Tribüne in Blau, die mitgereisten Luzerner ihr Drittel in Rot. Ausgerüstet mit Trommeln und Megafonen lieferten sich die Fans ein Duell auf den Rängen, das die Spieler auf dem Feld weiterführten.

Swiss Central mit Dauer der Partie stärker

Die Hausherren erwischten den besseren Start, waren immer leicht in Front und überzeugten mit variablem Spiel. Doch je länger die Partie dauerte, desto stärker wurde Swiss Central. Der Herausforderer aus der Zentralschweiz hatte kurz vor der Pause seine stärkste Phase und konnte mit einer 38:36-Führung in die Halbzeit.

In der zweiten Hälfte war es ein offener Schlagabtausch, bei dem sich kein Team absetzen konnte. In den Reihen von Swiss Central war es immer wieder der Amerikaner Larry Hall, der die Aarauer Defensive schwindlig spielte. Nach drei Vierteln stand es 53:53. Ein Herzschlagfinale stand den Basketballfans in der Telli bevor.

Fehlende Klasse am Ende

Kurz nach Beginn des Schlussviertels schritt Aaraus Coach Milenko Tomic wild gestikulierend und lautstark fluchend an der Seitenlinie auf und ab. Was war geschehen? Die Luzerner hatten fünf Punkte in Folge erzielt und gleich darauf wurde AKA-Regisseur Dejan Hohler wegen eines unsportlichen Fouls gebüsst.

Die Gäste nutzten dies gnadenlos aus und zogen davon, vor allem weil sie sich die entscheidenden Offensiv-Rebounds sicherten. Vier Minuten vor dem Ende lagen die Aarauer mit 13 Punkten zurück. Es hätte nun ein Basketballwunder gebraucht, wenn der dritte Finaleinzug der Alten Kanti Aarau in Folge noch hätte Tatsache werden sollen. Doch es nützte alles nichts. In einer hektischen Schlussphase fehlte Aarau die nötige Ruhe und die spielerische Klasse um ein äusserst abgeklärtes Swiss Central Basket zu bezwingen.

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