Dass Zofingen nach diesem Spiel nicht ohne Grund ans Tabellenende der NLB gerutscht ist, zeigte sich in der Partie schnell. Mit der betont offensiven Städtli-Verteidigung wussten die Thutstädter wenig Konstruktives anzufangen, was dazu führte, dass Zofingen seinen dritten Treffer erst in der 14. Minute erzielte. Da hatten die Gäste schon sieben Mal geskort und legten – unterstützt von einem bärenstarken (Fangquote: 60%!) Marco Wyss im Tor – munter nach.

Das 7:14 zur Pause gab die Kräfteverhältnisse auf dem Feld korrekt wieder, wobei es aus Badener Zuschauersicht auch 7:15 hätte stehen können: Wenige Sekunden vor Schluss der Halbzeit lancierte Keeper Wyss mit einem Weltklassepass übers ganze Feld und über gegnerische Fingerspitzen hinweg Joel Kaufmann, der den Ball aber einen Hauch zu spät im Tor versenkte. Die Sirene war bei Ballabgabe schon erklungen. 

Den Vorsprung geschickt verwaltet

In der zweiten Halbzeit fuhr Städtli 1 die Pace etwas herunter und konzentrierte sich mehrheitlich auf das Verwalten des Vorsprungs. Immerhin musste man seit der elften Minute auf Lukas Maag verzichten, der mit einer Fussverletzung vom Feld musste und das Spiel in der Folge von der Bank aus betrachtete.
Die Partie plätscherte nun über weite Strecken vor sich hin und bot immer wieder sehenswerte Szenen. Zofingen schaffte es zwischenzeitlich zwar, bis auf vier Tore heranzukommen, hatte den Gästen aber letztlich wenig entgegenzusetzen. Auffällig waren erneut Pascal Bühler (8/13) und Thomas Stalder (8/12), die für das Gros der Tore sorgten und dabei von ihren Mannschaftskameraden besser als auch schon unterstützt wurden.
So trugen sich schliesslich sieben der zehn Badener Feldspieler in die Skorerliste ein, was zu einem ebenso ungefährdeten wie in der Höhe absolut verdienten 19:27-Sieg führte. Ein willkommenes Erfolgserlebnis für das vom Verletzungspech verfolgte Badener Team.

Anschluss ans Mittelfeld geschafft

Während Zofingen im Tal der Tränen verbleibt und sich wohl langsam ernstlich Gedanken um den Abstieg machen muss, bedeuten die beiden Punkte für Baden den Anschluss ans Mittelfeld. Lokalrivale Siggenthal liegt nach der Niederlage gegen Birsfelden in der Rangliste nur noch einen Zähler vor dem STV.
Wie viel Schwung der Auswärtssieg den Badenern verleiht, wird sich am kommenden Samstag zeigen, wenn man es zu Hause in der Aue mit einem Gegner von anderem Kaliber zu tun bekommt. Der TV Steffisburg hat Städtli in der Vorrunde eine besonders ärgerliche Niederlage zugefügt – da ist für die Badener noch eine grosse Rechnung offen.