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Der STV Baden macht sich das Leben selbst schwer, gewinnt aber trotzdem verdient mit 29:24

Schlussendlich erzielten die Badener 29 Tore.

Schlussendlich erzielten die Badener 29 Tore.

In einer teilweise etwas zerfahrenen Partie holt sich der Gast aus Baden hochverdient zwei Punkte. Städtli 1 war dabei über die gesamte Spieldauer betrachtet das qualitativ bessere und vielseitigere Team, machte sich das Leben jedoch phasenweise durch einige Unkonzentriertheiten – vor allem in der Offensive – selbst schwer.

Bereits zu Spielbeginn war die Badener Defensive hellwach und meist auf der Höhe der Aufgabe. Nach fünf Spielminuten führte Städtli bereits mit 3:0, hätte jedoch eigentlich mit einem oder zwei Toren mehr führen müssen. Dies unter anderem, weil die Statistik da schon einen verschossenen Badener Siebenmeter auswies.

Die Hausherren versuchten in der Folge, mit einer Manndeckung auf Pascal Bühler (3/4) den Schwung aus dem Badener Offensivspiel zu nehmen. Eine Massnahme, die nur von mässigem Erfolg gekrönt war, weil dadurch Philipp Seitle (8/13) und Yanick Schläpfer (7/8) mehr Raum erhielten, den sie entweder selber ausnutzten oder aber Remo Hochstrasser (4/5) mit erfolgreichen Kreisanspielen fanden.

Dass die Gastgeber jeweils bei eigener Unterzahl konsequent den Torhüter durch einen siebten Feldspieler ersetzten, kam den Badenern ebenfalls gelegen. Insgesamt 4 Torwürfe landeten so erfolgreich im verwaisten Kasten der Birsfelder.

Beim Stand von 15:11 für Städtli wurden die Seiten gewechselt und das Spiel setzte sich in ähnlicher Manier fort. Die Gastgeber konnten bis zu Minute 35 den Abstand auf drei Tore verkürzen, dann aber zogen die Gäste innert fünf Minuten auf 20:13 davon.

Besserung im Limmat-Derby gefordert

Es folgte die einzige Spielphase, in welcher Städtli solid verteidigte (und die beiden gegnerischen Shooter Thomsen und Mikula gut im Griff hatte) und gleichzeitig auch offensiv konsequent agierte.

Ausgerechnet in diese Spielphase fielen auch noch einige Big-Saves des Badener Torhüters Marco Wyss (15/34), sodass Städtli nach 55 Spielminuten mit 29:20 Toren führte. Während der restlichen fünf Spielminuten agierten die Gäste dann wieder mit einigen Unkonzentriertheiten, was den Birsfeldern bis zum Spielschluss immerhin noch etwas Resultatkosmetik zum Schlussresultat von 29:24 erlaubte.

Man tut auf Badener Seite gut daran, die Lehren aus diesem Donnerstagabend-Spiel zu ziehen: Im Limmat-Derby gegen Siggenthal/Vom Stein am Samstag wird nur eine Topleistung – mit grundsolider Defensive und konsequenter Offensive – die erhofften Punkte bringen!

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