Handball NLB

Der STV Baden gewinnt das Limmat-Derby gegen Siggenthal

Der STV Baden gewinnt das Limmat-Derby.

Der STV Baden gewinnt das Limmat-Derby.

Verdient, wenn auch unnötig knapp, siegt Städtli 1 auch im zweiten Limmat-Derby der Saison. Und knackt mit dem Vollerfolg über den Lieblingsgegner auch gleich noch die bisherige Saison-Rekordmarke von 28 Punkten.

An etwas mangelt es den Begegnungen zwischen dem STV Baden und dem SCS nie: Emotionen. So auch diesen Samstag in Obersiggenthal, wo es für die Siggenthaler um zwei lebenswichtige Punkte gegen den Aufstieg ging und Städtli 1 sich für den schwachen Auftritt vom Sonntag zu rehabilitieren hatte.

Schnell zeichnete sich das Muster der Begegnung ab: Baden in der Defensive stark. Baden in der Offensive stark. Siggenthal verzweifelt bemüht, hinten stabiler zu werden und vorne den Weg aufs Tor zu finden.

Der Pausenstand von 12:19 wurde dem Geschehen auf dem Spielfeld durchaus gerecht. Daniel Merz und Martin Burri hatten ihr Team einigermassen im Spiel gehalten, während Philip Seitle (9/17) auf Badener Seite die Bälle beinahe nach Belieben verteilte oder direkt einnetzte. Gian Grundböck (9/10) und Pascal Bühler (6/13) liessen sich ebenfalls nicht bitten, während Marco Wyss (14/36) das Seine zur positiven Abwehrbilanz beitrug.

Zum Schluss noch knapp geworden

In der zweiten Halbzeit standen die Zeichen lange auf Kantersieg für Baden. Der Vorsprung pendelte sich bei sieben, acht Toren ein und Städtli schaltete in den letzten zehn Minuten spürbar herunter. Man begann das Ergebnis zu verwalten, während sich Siggenthal in zeitweise doppelter Manndeckung versuchte – und damit acht Minuten vor Schluss tatsächlich Oberwasser gewann.

Während Städtli Mühe bekundete, wieder in Fahrt zu kommen, schaffte es SCS nicht zuletzt dank einem unermüdlich anstürmenden Marius Moser, bis auf drei Tore heranzukommen. Drei Minuten vor Schluss war plötzlich richtig Pfeffer in der Partie und die Emotionen auf und neben dem Feld gingen hoch. Manchmal etwas gar hoch. Derby-Atmosphäre! Provokationen und Sticheleien inklusive.

Dass es Baden schliesslich doch zum leistungsgerechten Auswärtssieg reichte, war nicht zuletzt Marco Wyss zu verdanken, der nicht nur zwei Siebenmeter entschärfte, sondern auch die letzten beiden kapitalen Siggenthaler Chancen spektakulär zunichte machte.

Fazit: Der zweite Badener Derbysieg schickt den SCS weiter hinab ins Tal der Tränen, wo mit Birsfelden und Chênois zwei starke Gegner im Kampf gegen den Abstieg warten. Baden hingegen kann die Früchte seiner Arbeit ernten, mit 30 Punkten ein Saisonziel abhaken und das zweite ins Visier nehmen: Platz drei ist weiterhin in Reichweite. (pd/fba)

Meistgesehen

Artboard 1