Handball
Der STV Baden gewinnt auswärts gegen Wädenswil mit 38:28

Städtli 1 wird den Erwartungen gerecht und holt in Wädenswil standesgemäss das Punktepaar. Es war eine torreiche Partie ganz nach dem Motto: Jeder Schuss ein Treffer – wobei die Gäste aus Baden immer einen mehr auf dem Konto hatten.

Franco Bassani
Merken
Drucken
Teilen
Ramon Schweizer (l.) gibt vollen Einsatz um für seine Mannschaft aus Baden zu punkten.

Ramon Schweizer (l.) gibt vollen Einsatz um für seine Mannschaft aus Baden zu punkten.

Alexander Wagner

Zwei Spieler verletzt, ein Spielmacher angeschlagen – wie knapp besetzt Baden an den Zürichsee reiste, zeigte sich beim Einspielen in der Glärnischhalle: Trainer Björn Navarin markierte auf dem Feld Präsenz und Goalie Michael Schoch lief in kurzen Hosen und mit einer 4 auf dem Rücken als Feldspieler auf (zu einem Treffer hat's leider nicht gereicht.)

Die Partie hatte zunächst auch spielerisch einigen Unterhaltungswert: Beide Mannschaften hielten sich nicht lange mit gegenseitigem Beschnuppern auf und suchten den direkten Weg zum Tor. Motto: Jeder Schuss ein Treffer – und Baden immer einen mehr.

Das ändert erst, als Wädenswil sein erstes Timeout nahm. Das beflügelte plötzlich Marco Wyss im Badener Tor, der nun gleich mehrere Paraden hintereinander zeigte. Zu einem vorentscheidenden Vorsprung reichte das aber trotzdem nicht, weil Baden sich dafür den einen oder anderen technischen Fehler zu viel erlaubte. 15:17 zur Pause. Damit konnten in erster Linie die Gastgeber gut leben.

Vogelwild und ohne Torwart

Einigermassen hektisch ging es in der zweiten Halbzeit weiter. Wädenswil verteidigte nun weit vor der Neun-Meter-Zone und versuchte, sich mit häufigem Überzahlspiel ohne Goalie offensiv besser in Szene zu setzen. Beides mit bescheidenem Erfolg.

Eins gegen eins setzen sich Pascal Bühler (12/13), Yanick Schläpfer (9/10) und Gian Grundböck (8/9) immer wieder gegen die überforderten Gegenspieler und die quasi inexistenten Wädenswiler Schlussleute durch, und auch Lars Mallien (5/7) erwischte eine starken Tag mit sehenswerten Abschlüssen.

In der Offensive unterliefen den Wädenswilern insgesamt zu viele technische Fehler, um Städtli ernsthaft gefährlich zu werden. Zudem konnte sich der für die zweite Halbzeit eingewechselte Nik Schöpfer diverse starke Safes gutschreiben lassen. Und doch gelangen den Gastgebern unter dem Strich einfach viel zu viele einfache Treffer, die sich Baden gegen einen stärkeren Gegner nicht ungestraft leisten darf.

38 erzielte Tore sind ein Grund zur Freude, zumal die Badener Trefferquote in dieser Art Seltenheitswert haben dürfte. Aber 28 Tore gegen ein Team vom Tabellenende sind definitiv sechs bis acht zu viel. In der Defensive muss sich Städtli 1 noch deutlich steigern, um weiter auf der Erfolgsstrasse zu bleiben.