Basketball
Der Steigerungslauf von Alstom Baden bleibt ohne Krönung

Am vergangenen Wochenende ist sowohl die erste Männer- als auch die erste Frauenmannschaft von Alstom Baden in den Playoffs ausgeschieden. Ein Blick zurück auf eine Saison, die vor allem bei den Männern ziemlich turbulent verlief.

Fabio Baranzini
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Baden mit Sascha Mirkovic nahmen langsam Fahrt auf.

Baden mit Sascha Mirkovic nahmen langsam Fahrt auf.

Franz Schefer

Am Ende hat nur wenig zur Sensation gefehlt. Beinahe hätte das NLB-Frauen-Team von Alstom Baden in den Playoff-Viertelfinals Sion Basket, den souveränen Sieger der etwas stärker einzustufenden Westschweizer Gruppe, aus dem Wettbewerb geworfen.

Erst im Schlussviertel des Rückspiels im Wallis konnten die grossen Favoritinnen die Serie noch drehen und gewannen die Serie am Ende mit einer Differenz von nur gerade 9 Punkten. «Diese Niederlage schmerzt sehr. Zwischenzeitlich haben wir genial gespielt, aber es reicht halt nicht, wenn wir 38 Minuten super spielen und während zweier Minuten einbrechen», analysiert Captain Florence Hügli das Ausscheiden ihres Teams.

Schwacher Start der Frauen

Dennoch dürfen die Badenerinnen zufrieden sein mit ihrer Saison, denn nach den ersten Runden in der Qualifikation hätte wohl niemand damit gerechnet, dass Alstom Baden am Ende der Saison Sion Basket an den Rand einer Niederlage bringen wird. Baden startete schwach in die Meisterschaft, konnte sich danach aber kontinuierlich steigern.

«Wir mussten uns als Team erst finden, denn wir hatten einige personelle Veränderungen im Vergleich zur letzten Saison. Dass wir es trotzdem fast ans Final Four geschafft haben, zeigt, dass wir als Team zusammengewachsen sind», so Hügli.

Trainersorgen bei den Männern

Der Teamzusammenhalt spielte auch bei der Männerequipe von Alstom Baden, die in der 1. Liga national spielt, eine wichtige Rolle – allerdings aus einem anderen Grund. Im Januar verliess Trainer Alan Dukic das Team. Er war erst Ende August zum Team gestossen, was nur eine kurze Vorbereitungsphase zuliess. «Es gab Unstimmigkeiten mit dem Vorstand und er hat sich daraufhin entschieden, den Club zu verlassen», so Spieler und Klubpräsident Nico Hess.

Mitten in der Saison einen neuen Trainer zu finden, stellte sich als Ding der Unmöglichkeit heraus und so übernahm der verletzte Spieler Kevin Wernli dieses Amt bis Ende Saison. «In dieser Phase war das Team extrem gefordert, damit wir nicht aus der Bahn geworfen werden», sagt Hess.

Zwei Klatschen zum Abschluss

Das hat funktioniert, denn die Badener haben die Qualifikationsphase auf Rang 5 beendet und danach in der Zwischenrunde überraschend den vierten Rang erreicht, der zur Teilnahme an den Playoff-Viertelfinals berechtigte. Dort kassierten sie allerdings gegen Ligakrösus Chêne Basket zwei Kanterniederlagen und sind mit dem Gesamtskore von 94:188 ausgeschieden.

«Wir haben wirklich schlecht gespielt und zum Abschluss zwei Klatschen kassiert», findet Hess klare Worte. Der Klub macht sich nun auf die Suche nach einem neuen Trainer, der die nötige Konstanz ins Team bringen soll. Erste Kandidaten haben sich bereits gemeldet.

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