Handball NLB

Der Sieg ist Balsam für die Badener Seele

Symbolbild.

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In einer hochemotionalen Partie vor engagiertem Heimpublikum zeigt sich Städtli 1 endlich wieder von seiner besten Seite und holt zu Hause gegen den unbequemen KTV Altdorf mit einem 30:22 (15:13) beide Punkte.

Endlich. Der Samstagabend in der Aue stand ganz im Zeichen dieses einen Worts: Endlich.

Endlich konnte Städtli wieder einmal aus dem Vollen schöpfen und auf dem Matchblatt 14 Spieler melden. Abgesehen vom rekonvaleszenten Yanick Schläpfer, der diese Woche die ersten Trainingseinheiten bestritt, keine Verletzten in Sicht, dafür eine volle Bank mit sämtlichen Ergänzungsspielern an Bord.

Endlich funktionierte die offensive Verteidigung wieder so, wie man es aus der vergangenen Saison kannte: Wie ein Hornissenschwarm, der dem hochkarätigen Altdorfer Angriff das Leben 60 Minuten lang so richtig schwer machte. Im Kollektiv kämpfte jeder für den anderen, im Eins-gegen-eins wurde jeder Zweikampf konsequent angenommen.

Endlich konnte der zuletzt blass agierende Schlussmann im Badener Tor wieder entscheidende Akzente setzen. Marco Wyss (40%) glänzte mit zahlreichen «Big Saves», die das grossartig mitgehende Heimpublikum in der Aue Mal für Mal aufs Neue anheizten und den Gegner Mal für Mal verzweifeln liessen.

Endlich agierte der Badener Angriff wieder so zielstrebig und wuchtig, wie es seinem nominellen Potenzial entspricht:
Lukas Maag (3/6) war als Dirigent ins Angriffsgeschehen spürbar eingebunden und entwickelte mit dem Rückraum den zuletzt schmerzlich vermissten kollektiven Zug aufs gegnerische Tor.
Steven Larsson (5/10) spielte nicht nur durch, sondern entwickelte endlich auch auf Dauer den erhofften Druck.
Pascal Bühler (5/8) war nicht nur vorne ein steter Gefahrenherd, sondern agierte auch hinten schnell und aggressiv – und nervte damit seine Gegenspieler gehörig.
Remo Hochstrasser (4/4) zeigte am Kreis gegen die physisch starke Abwehr der Gäste eine bärenstarke Leistung und glänzte ebenso wie Niklas Stegefeld (2/2) mit einer 100-prozentigen Chancenauswertung. Leider musste die Nummer 22 in der zweiten Halbzeit dann aber mit einer schmerzhaften Rückenprellung vom Feld – gute Besserung!
Den grössten Eindruck hinterliess nebst dem Badener Goalie aber die Nummer 13: Florian Legoll (8/9) erzielte nicht nur die absolut gesehen meisten Treffer, er zeigte auch defensiv eine ganz starke Leistung und trug mit seinen Aktionen in der Schlussphase entscheidend zum deutlichen 30:22 bei.

Endlich erlebte man wieder mal einen Städtli-Match ohne die fatalen Aussetzer der letzten Spiele. Zwar gab es auch am Samstagabend Phasen, in denen sich die Mannschaften neutralisierten, aber der Badener Blackout scheint hoffentlich auf Dauer überwunden.

Fazit: Endlich, endlich konnten die Badener Fans wieder einmal einen überzeugenden Sieg bejubeln. Sie erlebten eine Mannschaft, die mit Freude und Begeisterung agierte und – endlich – wieder Handball zelebrierte.

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