Eishockey
Der schwarze Adler ist wieder gelandet

Der EHC Aarau verliert nach dem tollen Sieg gegen Huttwil sein zweites Masterround-Spiel gegen Zuchwil-Regio gleich mit 2:7. Pechvogel der Partie war Aaraus Torhüter Mario Mathis, der schon nach fünf Minuten frustriert vom Eis musste.

Adrian Köchli
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Der schwarze Adler EHC Aarau ist gelandet
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 Aaraus Lukas Leuenberger (unten) muss gegen Daniel Balen unten durch.
 Frust pur: Das Gesicht von Mario Mathis spricht Bände.
 EHC 5: Mario Mathis‘ Nachfolger Marco Mathis gerät im Aarauer Tor gleich unter Dauerbeschuss.

Der schwarze Adler EHC Aarau ist gelandet

Wie heisst es so schön: Kaum schwebt man auf Wolke sieben, so schnell landet man wieder auf dem Boden der Tatsachen. So ergeht es verliebten Menschen, so ergangen ist es auch gestern dem EHC Aarau gegen Zuchwil-Regio. Eine Woche nach dem grossen Sieg gegen die Huttwil Falcons unterlag der schwarze Adler den Solothurnern verdient und deutlich mit 2:7. Die 289 Zuschauer hatten es sich kaum bequem gemacht, da lag der EHC Aarau nach fünf Spielminuten schon 0:3 hinten. Fatale individuelle Fehler beim 0:1 und 0:3 veranlassten Aarau-Trainer Patric With ein Zeichen zu setzen und nahm dafür Goalie Mario Mathis vom Eis, der an allen drei Gegentoren allerdings machtlos war. Ihn ersetzte Marco Mathis.

«Ich musste in die psychologische Trickkiste greifen. Die Auswechslung hat überhaupt nichts mit Marios Leistung zu tun. Man hat jedoch gesehen, dass die Mannschaft nach diesem Wechsel wach war», sagt Aarau-Trainer With zum frühen Wechsel. Tatsächlich zeigte die Massnahme die erhoffte Wirkung. Aarau legte zum Schluss des ersten Drittels mächtig zu und kam innerhalb von 20 Sekunden durch Tore von Kevin Zürcher und Eric Wittwer auf 2:3 heran. Doch kaum war die Liebe zum Spiel wieder gefunden, so schnell zerbrach Zuchwil-Regio das Herz des EHC Aarau wieder. Ein Doppelschlag innert zwei Minuten vor und nach der zweiten Drittelspause liess alle Hoffnungen schwinden.

With war aber nach dem Spiel nicht zum Weinen zumute. Sachlich analysierte er die Niederlage: «Wir sind noch nicht so weit, eine totale Winner-Mannschaft zu sein. Daran müssen wir noch hart arbeiten. Ich muss auch gestehen, dass Zuchwil eine wirklich starke Mannschaft hat.» Eine starke Mannschaft, die gegen Aarau mit nur drei gesunden Verteidigern auskommen musste. Dementsprechend konstatierte Zuchwil-Trainer Stefan Gerber zufrieden: «Wir haben sicherlich stark gespielt und verdient gewonnen. Ich bin froh, hat meine Mannschaft nach dem Anschlusstreffer der Aarauer so souverän reagiert.»