Am 28. September 2018 ist es soweit: Nach zwei Jahren Bauzeit trägt der SC Kriens das erste Pflichtspiel im neuen Stadion Kleinfeld aus. Der Gegner heisst Schaffhausen und gewinnt 1:0. Die Niederlage dämpft die Euphorie kaum - bei der Premiere überwiegt die Freude über den Einzug ins 3200 Plätze bietende Schmuckkästchen.

Doch der Freude über das neue Heim ist Ernüchterung gewichen. Es blieb nicht bei der Startniederlage. In den drei weiteren Spielen im Kleinfeld gelingt den Kriensern kein Sieg. Die Unentschieden gegen Vaduz (2:2) und Lausanne (1:1) sind bislang das höchste der Gefühle.

Und nun kommt der FC Aarau ins Kleinfeld. Der Klub, der Kriens um das neue Stadion beneidet, kein Wunder, seit Mitte der 90er-Jahre existiert der Wunsch nach einem neuen Stadion anstelle des charmanten, aber lottrigen Brügglifelds. Die Stadion-Pläne sind längst zum Inventar geworden, zur ewigen Geliebten, die bislang einfach nicht mehr sein will. Einsprachen, Beschwerden, Verzögerungen und über den Haufen geworfene Baupläne strapazieren die Nerven der Klubführung.

Ein neues Stadion hat der FC Aarau nicht, das hat der SC Kriens. Dafür hat der FC Aarau Punkte, 20, und somit vier mehr als Kriens, das nach gelungenem Start im Sommer auf den zweitletzten Platz abgerutscht ist. Der FC Aarau reist als Favorit in die Innerschweiz und könnte die Heimmannschaft mit einem Sieg am Tabellenende überwintern lassen. 

Mal schauen, ob der Komplex im neuen Stadion für die Krienser ein Ende hat. Oder ob ausgerechnet die Stadion-Sehnsüchtler aus Aarau die Innerschweizer noch tiefer ins Elend schiessen?