Es ist das ewig gleiche Duell, die beiden Grossen des aktuellen Schweizer Damenrollhockeys treffen aufeinander. Doch der RHC Vordemwald ist im Moment noch grösser. Letztes Jahr wurde das Double gewonnen, die Frauen aus Vordemwald stellen den Grossteil der Damennationalmannschaft und auch der U17. 

Die Gegnerinnen kennen sich ausgezeichnet, beim RHC Vordemwald und beim RHC Diessbach wird es wenig Überraschungen geben, die Seeländer werden mit ihrem jungen Team auf eine gute Verteidigung um Nationaltorhüterin Pascale Moser setzten und der RHC Vordemwald wird mit voller Kraft seine offensive Durchschlagskraft auszuspielen versuchen.

Die Aargauerinnen sind in diesem Duell der Favorit, auch wenn der RHC Diessbach vielleicht so etwas wie ein Angstgegner ist, zumindest im Cup, da hat man vor zwei Jahren in Biasca eine schmerzhafte Niederlage erlitten. Aauch in der Meisterschaft waren die Seeländerinnen die letzten, die Vordemald bremsen konnten, aber das war noch in der Saison 2015/16.

Die Vorzeichen sind also klar, doch am Ende zählt am Final 4, wer den längeren Atem hat, ganz besonders da dieses Jahr das Finale auch noch am Samstag ansteht. 

Cup-Halbfinal Frauen: Uri - Uttigen

Die Halbfinalpartie zwischen dem Heimteam Uri und den Gästen aus Uttigen sorgt für Spannung. Die Uttigerinnen bleiben in dieser Saison noch unter den Erwartungen, haben aber mit einem Sieg die Möglichkeit, einen gelungenen Höhepunkt zu setzten. Die Urnerinnen wollen aber vor dem eigenen Publikum auftrumpfen und im Finale antreten.

Das bisher einzige Duell dieser Saison konnten die Urnerinnen in der eigenen Halle bereits für sich entscheiden, und das mit 5:1 ziemlich klar. Im allgemeinen befindet sich diese junge Mannschaft im Aufwärtstrend, momentan haben sie sich auf Rang zwei der Meisterschaft gespielt und verschiedene talentierte Spielerinnen sind ein Thema bei der Damen- und U17- Nationalmannschaft.

Die Uttiger ihrerseits bleiben aktuell unter ihren Erwartungen, das Team von Trainer Bernhard Seiler kommt nicht recht auf Touren, die guten Spielerinnen können nicht ihr volles Potential ausschöpfen und Verletzungen und Krankheit führten immer wieder zu nicht kompletten Einsätzen. Doch am Samstag wird das Team die Möglichkeit haben, den Final des Cups zu erreichen und damit auch ein erstes Saisonhighlight zu setzten. 

Cup-Halbfinal Männer: Uri - Dornbirn

Die Halbfinalpartie ist mit Blick auf die Geschichte des Rollhockeys ein Aussenseiterduell. Beide Vereine konnten noch nie einen Meistertitel in der NLA gewinnen und auch keinen Cup. Doch die beiden Mannschaften sind die Teams der Stunde, Dornbirn ist als Aufsteiger hartnäckig im Kontakt mit der Spitze der NLA und Uri hat sich mit geschickten Transfers so verstärkt, dass es in den Kreis der Meisterkandidaten gehört.

Doch am Freitag geht es im Final 4 um den Cup und der kennt ja bekanntlich eigene Regeln. Das Final 4 findet in Seedorf (Uri) statt, ein Heimvorteil also. Die bisherigen Saisonspiele gingen jeweils ans Heimteam, in Dornbirn setzten sich die Hausherren ebenso durch wie vor knapp zwei Wochen die Urner vor Heimpublikum. Diese 7:1 Klatsche dürfte den Vorarlbergern noch präsent sein und sie werden auf Wiedergutmachung hoffen.

Die Urner ihrerseits waren erst einmal an einem Final 4 mit von der Partie, damals reichte es nicht für die Finalteilname, diese winkt nun aber vor eigenem Publikum. Die Trainer des RHC Uri sprechen deshalb davon, dass es einfach sei, eine so motivierte Mannschaft zu trainieren, doch auch in Dornbirn ist aktuell ein Hype um die Fanionmannschaft im Gange, das Team spielte sich in der NLA zum Teil in einen Rausch und konnte schon 14 Punkte sammeln (Rang 1 RHC Diessbach 19 Punkte).

Nun wird am Freitag entscheidend sein, wer die bessere Tagesform abrufen kann, ob sich die Hausherren genügend vom Druck lösen können und befreit ihre Topleistung präsentieren, oder ob doch die Gäste trotz Anreise an einem Arbeitstag ihr bestes Rollhockey auspacken. Ob sie weiter überraschen können, wird sich zeigen.

Cup-Halbfinal Männer: Thun - Genf

Genève RHC. SC Thunerstern. Nebst dem Montreux HC wohl die grössten Namen, die das Schweizer Rollhockey kennt. Doch ein Duell der Giganten ist diese Halbfinalpartie dieses Jahr nicht. Eher eine Überraschung, dafür eine höchst attraktive und ein Novum dazu. 

Das Novum ist, dass ein NLB-Verein in einem Final 4 des Cups steht, die Thuner haben das dieses Jahr erstmals vollbracht, ein Sensationssieg gegen die favorisierten Uttiger führte die Equipe um die Rettenmund-Brüder in den Halbfinal.

Scheiterten die Thuner letztes Jahr im Superfinal und verpassten damit knapp den Aufstieg, so haben sie am Sonntag die Möglichkeit, als NLB Team in den Final einzuziehen. Die Genfer ihrerseits gehören nicht mehr ganz zum engsten Kreis der Meisterschaftsfavoriten, weil sie aktuell nach der massiven Verjüngung des Teams noch etwas nach ihrer Form suchen. Von top bis flop gibt es im Moment noch alles.

Doch die Genfer haben einen guten Mix zwischen sehr erfahrenen Spielern und Jungen, die noch hungrig sind. Eine besondere Partie wird es für den U17- und U20-Internationalen Marc Blöchinger. Der Torhüter hat im Sommer von Uri nach Genf gewechselt und kann nun vielleicht sogar im Halbfinale vor seinem Heimpublikum antreten. Ob ihm Neo-Trainer Jerôme Desponds den Vorzug gegenüber Timothé Riotton geben wird, können sie am Freitag miterleben.