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Der offensive Badener Wahnsinn im Stadion Esp

Lelo Toni (Nummer 19) jubelt mit seinen Teamkollegen und Trainer Sven Christ (hinten) über seinen Treffer zum 2:0.

Lelo Toni (Nummer 19) jubelt mit seinen Teamkollegen und Trainer Sven Christ (hinten) über seinen Treffer zum 2:0.

Die Talente des FC Baden zünden beim 4:3-Sieg gegen Xamax ein Feuerwerk. Bereits nach einer halben Stunde lag das Team von Trainer Sven Christ gegen den souveränen Leader der Gruppe 2 der 1. Liga Classic mit 3:0 in Führung.

Sven Christ beweist ein goldenes Händchen: Der Trainer des FC Baden zieht nach 70 Minuten seinen ersten Joker. Der 23-jährige Kujtim Dzelili kommt für den 18-jährigen Marvin Spielmann. 220 Sekunden später steht Dzelili alleine vor Laurent Walthert und lupft den Ball gekonnt und abgeklärt über den Torhüter von Xamax hinweg ins Tor. Der FC Baden führt 4:2. Der Mist ist geführt. Zwar gelingt den Neuenburgern in der Nachspielzeit noch der Anschlusstreffer. Sekunden später pfeift die wackere und energische Schiedsrichterin Esther Staubli die Partie ab.

Der FC Baden jubelt, Dzelili ist überglücklich. «Mein Treffer zum 4:2 war wohl tatsächlich der Genickbruch für Xamax», sagt der Mittelfeldspieler. «Natürlich ist das eine wunderschöne Geschichte. Aber es geht nicht in erster Linie um mich, sondern um den Erfolg der Mannschaft. Und diesen Erfolg hat sie sich mehr als verdient.» Tatsächlich zeigte der FC Baden vor allem in der ersten Halbzeit eine starke Leistung, ja sogar ein Offensivspektakel.

Ein höchst zufriedener Trainer

Logisch, dass Sven Christ nach dem Abpfiff höchst zufrieden war. «Was das Team vor der Pause geleistet hat, war nahezu perfekt», geriet der Trainer des FC Baden ins Schwärmen. «Hin und wieder bringen mich die jungen Spieler schier zur Weissglut. Diesmal habe ich einen Riesenstolz auf sie.»

Weil Christ gegen Xamax unbedingt gewinnen wollte, setzte er auf ein 3-4-3-System. Das Risiko zahlte sich aus, auch wenn das Ganze gegen Ende der Partie beinahe noch schief gegangen ist. Der FC Baden legte auf dem Kunstrasen im Stadion Esp vor 900 Zuschauern los wie die Feuerwehr. Die 3:0-Führung nach einer halben Stunde war hoch verdient: Der unverwüstliche Goran Antic, der pfeilschnelle Toni Lelo und der trickreiche Roman Herger liessen die Herzen der Badener Fans mit herrlichen Treffern höher schlagen.

Was die Talente in der Startphase zeigten, war grosses Kino. Dass das Spiel in der zweiten Hälfte zu einer Zitterpartie wurde, hing einerseits mit dem einen oder anderen Durchhänger des Schnellstarters Baden, anderseits mit der Leistungssteigerung von Xamax zusammen.

Aufstiegsspiele sind weiter möglich

Dank dem Erfolg gegen den souveränen Leader der Gruppe 2 der 1. Liga Classic darf sich Baden weiterhin Hoffnungen auf die Aufstiegsspiele machen. Mit Siegen in den verbleibenden drei Partien gegen Sursee, Grenchen und Zofingen hätte man Rang 2 auf sicher. Der Flirt mit der 1. Liga Promotion könnte beginnen. Wachsen die Bäume für Sven Christ und die Badener Talente im Schlussspurt der Meisterschaft sogar noch in den Himmel?

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