Bob

Der Medaillentraum von Rico Peter lebt noch

Rico Peter (2. von rechts) will an der WM mit dem grossen Schlitten die Erfolge aus dieser Saison bestätigen.

Rico Peter (2. von rechts) will an der WM mit dem grossen Schlitten die Erfolge aus dieser Saison bestätigen.

Vor dem WM-Rennen im Viererbob ist die Zuversicht beim Kölliker intakt. Auch wenn es im Zweierbob vor einer Woche nicht nach Wunsch lief.

Eine Medaille war das Ziel, am Ende schaute im Zweierbob-Wettkampf an der WM in Winterberg bloss der siebte Platz raus. Entsprechend tief sass der Frust bei Rico Peter. Vier Tage nach dem letzten Lauf beschäftigen den 31-jährigen Kölliker diese Gedanken aber nicht mehr gross. «Wir haben gewusst, dass es ein schwieriges Rennen wird», sagt Peter.

Enttäuschung als Zeichen des Fortschritts

Eine Bestätigung des ersten Weltcup-Erfolgs von Sotschi oder eine WM-Medaille wäre zwar schön gewesen, «stattdessen hat uns das Resultat auf den Boden zurückgeholt.» Die Enttäuschung unterstreicht allerdings die Fortschritte, die Rico Peter und seine Anschieber in dieser Saison erzielt haben. «Nach dem intensiven Sommertraining und der Verpflichtung von Janne Bror van der Zijde erhofften wir uns schon einen Schritt nach vorne», sagt Peter, «mit einer solchen tollen Saison haben wir aber nicht gerechnet.

Halsbrecherisch: Sturz von Rico Peter am Weltcuprennen in Sochi.

Halsbrecherisch: Sturz von Rico Peter am Weltcuprennen im Februar in Sochi.

In den vergangenen Tagen versuchte Rico Peter, die Lehren aus dem verpatzten Zweierbob-Wettkampf zu ziehen und diese für das Viererbob-Rennen vom Samstag (ab 13.15 Uhr) und Sonntag (ab 15 Uhr) anzuwenden. Vor allem die Wahl der Startnummer wolle man konzentrierter angehen – was sich wegen der speziellen Wetterverhältnisse als enorm schwierig herausstellt. «Momentan wechseln sich Sonne, Regen und Schnee alle fünf Minuten ab, das habe ich noch nie erlebt», sagt Peter. Deshalb verkommt die Startnummer-Ziehung zur Lotterie, was mitunter vorentscheidend sein kann. «Normalerweise wird das Eis auf einer Kunstbahn mit Fortdauer des Rennens langsamer, hier in Winterberg wurde es schneller», erklärt Peter.

Kopfschmerzen nach neuerlichem Sturz

An seinen Abläufen vor dem Rennen will der Kölliker indes nichts ändern. Auch vom neuerlichen Sturz in der ersten Trainingsfahrt mit dem grossen Schlitten am Dienstagabend lässt sich Rico Peter nicht aus dem Konzept bringen. Wie schon beim Sturz am Weltcuprennen in Sotschi kamen alle Insassen glimpflich davon, einzig Janne Bror van der Zijde beklagt leichte Kopfschmerzen.

Seinem Start dürfte aber nichts im Weg stehen, womit er neben Thomas Amrhein und Simon Friedli für Tempo sorgen kann. «Eine Medaille ist immer das Ziel, aber das wird schwierig», sagt Rico Peter auch angesichts der Dominanz der starken deutschen Bobs bei deren Heim-WM. Deshalb kommt für ihn die Konstanz an erster Stelle. «Wenn wir vier fehlerfreie Läufe zustande bringen, ist alles möglich.»

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