Fussball
Der Mannschaft von FC-Aarau-Trainer Sven Christ fehlt es noch an Konstanz

Die Aarauer leiden unter einem ständigen Wechselbad der Gefühle. Kaum neues Selbstvertrauen aus einem Sieg geholt, wird es beim nächsten Spiel bereits wieder zunichte gemacht. Dabei wäre es wichtig für die Spieler, ein wenig Beständigkeit zu schaffen.

Ruedi Kuhn
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Die Aarauer Spieler nehmen sich zu viel vor und werden deshalb immer wieder enttäuscht.

Die Aarauer Spieler nehmen sich zu viel vor und werden deshalb immer wieder enttäuscht.

KEYSTONE

2:1 gegen den überraschend starken FC Thun, 0:0 beim Leader FC Zürich, 1:2 gegen das kriselnde GC, 3:2 gegen das vermeintliche Spitzenteam YB und 0:3 gegen das aufstrebende St. Gallen: Die einzige Konstanz des FC Aarau ist die Inkonstanz. Die Mannschaft hat nach zwölf Spielen beachtliche 14 Punkte auf dem Konto. Ihr gelang es bis jetzt allerdings nicht, zwei Spiele hintereinander zu gewinnen.

Das ist nichts Ungewöhnliches: Schon in der Saison 2013/14 schaffte das Team unter der Führung von René Weiler nur einmal zwei Erfolge in Serie. Am 22. und 29. März gewann der FC Aarau die zwei Heimspiele gegen Sion (2:0) und gegen die Young Boys (2:1).

Die Spieler wollen zu viel

Ist der FC Aarau also eine Wundertüte? «Nein», sagt Sven Christ. «Wir sind momentan aber tatsächlich auf der Suche nach Konstanz. Nach der überzeugenden Leistung gegen YB wollten wir gegen St. Gallen nachdoppeln. Wir waren in der Startphase des Spiels nahe am ersten Tor.» Und wie ist das dauernde Auf und Ab in dieser Saison zu erklären? «Gegen St. Gallen führten zwei individuelle Fehler zum 0:1 und zum 0:2», fügt Christ hinzu. «Manchmal nehmen sich die Spieler zu viel vor. Sie wollen zu viel und bekommen dafür die Quittung. Eines ist aber klar: Spielerisch hat der FC Aarau zuletzt Fortschritte gemacht.»

«Das Auf und Ab gehört dazu»

Nichts von einer Wundertüte wissen will auch Sandro Burki. «Die Wundertüte der Liga heisst nicht Aarau, die Wundertüte der Liga heisst YB», sagt der Captain. «Die Berner schlagen Slovan Bratislava 5:0, verlieren in Buochs 0:1 und gewinnen gegen Napoli 2:0. Wie will man das erklären?» Und was ist mit dem FC Aarau? «Unser Ziel heisst Ligaerhalt», erklärt Burki.

«Mit dieser Ausgangsalge vor Augen gehört ein stetiges Auf und Ab dazu. Die Spiele gegen YB und gegen St. Gallen haben gezeigt, dass es für uns immer eng ist. Es sind Details, die über Sieg und Niederlage entscheiden.» Mit dem bisherigen Verlauf der Saison ist Sandro Burki zufrieden. «Wir sind im Soll», sagt er. «Die drei Auswärtsspiele in Folge in der Meisterschaft und im Schweizer Cup gegen Thun, Luzern und Sion werden zeigen, in welche Richtung es geht.»

Djuric, Feltscher oder Mudrinski?

Eine Woche nach der Niederlage gegen St. Gallen folgt für den FC Aarau heute das Gastspiel in Thun (17.45). Sven Christ muss auf den gesperrten Stephan Andrist und den verletzten Edgars Gauracs verzichten. Ist Andrists Ausfall die Chance für Dusan Djuric, für Frank Feltscher oder für Ognjen Mudrinski? Christ lässt sich bezüglich Startaufstellung nicht in die Karten blicken. «Eines ist klar», sagt der Trainer. «Es geht nicht um Namen, sondern einzig und allein um Qualität.» Um sich auf den Kunstrasen in der Stockhorn-Arena zu gewöhnen, trainierten die Aarauer während dieser Woche erst im Schachen und dann auf der Plastikunterlage in Gränichen.