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Der IHC Rothrist startet mit grossen Ambitionen in die Playoffs

Rang sieben nach der Qualifikationsphase, das entspricht nicht ganz den Erwartungen des A-Ligisten IHC Rothrist. Dennoch soll in den Playoffs die erste Finalteilnahme resultieren.

Fabio Baranzini
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Die Rothrister (hier Georg Riva, rechts) wollen sich nicht schon in den Playoff-Viertelfinals verabschieden.

Die Rothrister (hier Georg Riva, rechts) wollen sich nicht schon in den Playoff-Viertelfinals verabschieden.

Melanie Gamma

«Eigentlich wollten wir unter die ersten vier, damit wir in den Playoffs Heimrecht geniessen», sagt Trainer Manfred Bader. Doch nur weil dieses Ziel verpasst wurde und jetzt mit den zweitplatzierten Bienne Seelanders ein unangenehmer Gegner wartet, stecken die Rothrister den Kopf nicht in den Sand.

Im Gegenteil. «Biel ist zwar auf dem Papier der klare Favorit, aber wir sind überzeugt, dass unsere Chancen 50:50 stehen. Zudem wissen wir, dass Biel nicht gern gegen uns spielt», so Bader. Dies könnte nicht zuletzt daher rühren, dass der IHC Rothrist die Seeländer vor einem Jahr im Playoff-Viertelfinale eher überraschend aus dem Wettbewerb geworfen hatte.

Hilfe im mentalen Bereich

Auch damals waren die Rothrister als Aussenseiter gestartet. «Dass wir die Bilder von unserem letztjährigen Sieg in den Playoffs noch präsent haben, hilft uns vor allem im mentalen Bereich», ist Bader überzeugt.

Der mentale Bereich dürfte im Viertelfinal-Duell zwischen Rothrist und Biel eine entscheidende Rolle spielen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Partien zwischen den beiden Mannschaften stets sehr ausgeglichen sind. In dieser Saison gewannen die Bieler 4:2 und 6:5. Die Playoff-Serie vor einem Jahr gewann Rothrist erst in der Verlängerung des Entscheidungsspiels.

Hinzu kommt noch, dass beide Teams eine sehr ähnliche Spielweise praktizieren: Beide sind läuferisch stark und bauen auf eine äusserst solide Defensive. «Ich bin überzeugt, dass die Tagesform über Sieg und Niederlage entscheiden wird. Aus diesem Grund werden wir in der Matchvorbereitung nichts dem Zufall überlassen, damit wir von Anfang an bereit sind», beteuert Manfred Bader, der mit seinen Spielern im Hinblick auf die Playoffs ein neues Vorbereitungsritual einstudiert hat.

Erstmalige Finalqualifikation als Ziel

Die Mannschaft ist also bereit für grosse Taten. Und diese sollen bald folgen. Die erstmalige Finalqualifikation ist das Ziel des IHC Rothrist. «Das ist ein realistisches Ziel, denn wir haben bewiesen, dass wir jeden Gegner schlagen können. Dennoch müssen wir Schritt für Schritt nehmen. Als erstes wartet jetzt die Serie gegen Biel», betont Manfred Bader.

Und in dieser Viertelfinal-Serie müssen die Rothrister einen gewichtigen Ausfall kompensieren. Topskorer Roman Zietala fällt wegen eines Kieferbruchs, den er sich im Kreis der Nationalmannschaft zugezogen hatte, aus. «Das ist sicher ein einschneidender Ausfall, aber wir haben genügend Spieler, die in die Bresche springen können», sagt Bader.

Apropos in die Bresche springen: Da sich Manfred Bader am Dienstag einen Sehnenriss im Bizeps operieren lassen musste, ist noch unklar, ob er am Samstag in Biel an der Seitenlinie stehen wird. «Ich setze alles daran, dass ich dabei sein kann, aber falls es nicht klappt, habe ich mit Olivier Schrämmli den besten Assistenztrainer, den ich mir wünschen kann.» Die Rothrister sind also für alle Fälle gewappnet.