Basketball

Der ideale Einspiel-Gegner für die Alte Kanti

Die Basketballer von Alte Kanti Aarau gewinnen zum Saisonauftakt in der Nationalliga B gegen Bern mit 78:45. Trotz Fehlstart.

Vieles hat sich verändert bei der Alten Kanti im Hinblick auf die neue Saison. Aber eines ist noch immer gleich: Wenn es brenzlig wird, greift der Slowene Dejan Hohler ein und leitet die Partie für die Aarauer in die gewünschten Bahnen.

Das war zuletzt auch im Spiel gegen die Bern Giants der Fall. Die Aarauer zogen einen Kaltstart ein und gerieten gleich mit 0:7 ins Hintertreffen. Milenko Tomic, der Trainer der Alten Kanti, sah sich bereits genötigt, sein erstes Timeout zu nehmen, um seinen Spielern – noch etwas lauter als sonst – die nötigen Anweisungen zu geben. Kurze Zeit später stand es aber bereits 2:11. In dieser nicht ganz ungefährlichen Situation fasste sich Spielmacher Dejan Hohler ein Herz, übernahm die Verantwortung und führte sein bis dato fehleranfälliges Team bis zum Ende des ersten Viertels im Alleingang auf 11:11 heran.

Klar überlegen

Vom zweiten Abschnitt an steigerten sich die Aarauer kontinuierlich und hatten ihre beste Phase zu Beginn der zweiten Hälfte: Die Intensität war hoch und die Gastgeber spielten die Berner teilweise schwindlig. Egal welche Spieler Milenko Tomic aufs Feld schickte, der Druck der Aarauer nahm nicht ab. Die Berner hingegen waren ideenlos und agierten zunehmend frustrierter angesichts der Überlegenheit der Aarauer. Schliesslich gewann die Alte Kanti verdient mit 78:45 gegen harmlose Berner, die sich abgesehen von den ersten zehn Minuten als idealer Gegner zum Einspielen erwiesen.

Zum Schluss noch ein Blick auf die Leistungen der neuen Aarauer, die gegen Bern auf dem Parkett standen: Die beiden Flügelspieler Robert Devcic und Chris Zoller zeigten solide Auftritte. Innenspieler Zoran Zivanovic, der mehrere Jahre in der höchsten Schweizer Spielklasse antrat, konnte sich unter dem Korb nur selten durchsetzen und wird sich steigern müssen, wenn er seine direkten Konkurrenten Philippe Sager und James St. Robert verdrängen will.

Entdeckung des Spiels

Ein Neuer hat jedoch bei seinem Debüt im Aarauer Dress eine beeindruckende Vorstellung abgeliefert: Der 22-jährige Nikola Stevanovic deutete sein grosses Potenzial an und bewies, dass er durchaus eine Alternative zu Dejan Hohler auf der Position des Spielmachers ist. 19 Punkte erzielte Stevanovic und brachte – vor allem in der zweiten Hälfte – viel Dynamik und Tempo ins Aarauer Angriffsspiel. «Am Anfang hatten wir alle noch etwas Mühe. Die Abstimmung war noch nicht perfekt. Die zweite Hälfte war aber in Ordnung», so Stevanovic. «Es macht grossen Spass in der Telli zu spielen, hier herrscht die beste Atmosphäre der gesamten Nati B.»

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