Die Siggenthaler brachten sich bereits in den ersten Minuten durch technische Fehler in Rücklage und lagen nach 7 Minuten mit 4 Treffen hinten. Folglich zückte Coach Schönholzer bereits in der 8. Minute die Grüne Karte zum Team-Timeout. Am Spielverlauf änderte das allerding nichts.

Die Lakers spielten weiter resolut aus einer soliden 6:0 Verteidigung und liessen den Siggenthalern nicht viel Raum, sodass die HSG gezwungen war aus der zweiten Reihe abzuschliessen. Zu oft scheiterten sie dabei an der massiven Verteidigung und selber war man in der Verteidigung zu harmlos. Überhaupt vermisste man Kampfgeist und Aggressivität der Siggenthaler und so war die 4-Toredifferenz bis zur Pause zum Stande von 9:13 nur logisch.

Die zweite Hälfte konnte eigentlich nur besser werden. Aber bereits der Auftakt liess wenig Hoffnung aufkommen, denn mit einem Doppelschlag erhöhen die Läkers auf 9:15. So war Coach Schönholzer bereits nach 2 Minuten gezwungen ein Timeout zu nehmen.

Die erhoffte Wende blieb jedoch aus. Im Gegenteil, auch in doppelter Überzahl zwischen der 48. und 50. Minuten konnten die Siggenthaler kein Kapital schlagen. Die Einheimischen sah ihre Angriffe zumeist von der kompakten Abwehr der Stäfener blockiert; zu ideenlos wurden diese vorgetragen.

Marius Moser vom HSG Siggenthal/Vom Stein Baden.

Marius Moser vom HSG Siggenthal/Vom Stein Baden.

Das dokumentierte sich wiederholt als von den Schiedsrichten Passives Spiel angezeigt wurde und man nicht in der Lage war in 6 Passfolgen eine erfolgsversprechende Aktion einzufädeln.

Es lief wenig über die Flügel

Schmerzlich vermisst wurden die Angriffe über die Flügel, diese waren praktisch inexistent. Mit nur 18 erzielten Treffern kann man auf diesem Niveau keinen Blumentopf gewinnen. Somit lautete am Ende das klare Verdikt 18:29 zu Gunsten der Seebuben.

Es bleibt eine Woche Zeit um sich auf das anstehende Derby gegen Endingen einzustellen. Auch wenn sich die Ausgangslage gegen den TV Endingen ähnlich präsentiert wie gegen die Lakers, muss sich definitiv etwas an der Einstellung ändern.

Dies auch im Hinblick auf die darauf folgenden kapitalen Spiel gegen den HC Wädenswil und die SG Yellow Winterthur/Pfadi. Beide Teams sind Tabellennachbarn und Kandidaten im Abstiegskampf, dabei ist ein Punktgewinn nur möglich mit einer aggressiven und aufsässigen Spielweise.

Um es in der Sprache des Altrockers Chris von Rohr auszudrücken: Es braucht „meh Dräck“, mit physischer Präsenz dem Gegner den Schneid abkaufen und ihn zu Fehlern zwingen. Also, auf geht’s zum Derby gegen den TV Endingen am Sonntag 12. März um 16.00 Uhr in der GoEasy Sport Arena. Mit der aktiven Unterstützung der Fans der Roten Wand ist im Derby alles möglich!