Es geht aufwärts beim HSC Suhr Aarau: Vor zwei Wochen konnten die Aarauer die Partie gegen GC Amicitia Zürich gleich mit 13 Toren Unterschied (38:25) für sich entscheiden. Am letzten Sonntag folgte das Spiel gegen Kriens-Luzern, den direkten Konkurrenten um Platz sechs der Tabelle. Der HSC setzte sich erneut durch und konnte folglich zum ersten Mal in dieser Saison zwei Siege in Folge vorweisen. Nun steht am Sonntag das Heimspiel gegen den Tabellenachten TSV Fortitudo Gossau an.

«Diese beiden Siege bedeuten für uns alles und nichts», sagt HSC-Trainer Misha Kaufmann zu den jüngsten Erfolgen seiner Mannschaft. «Es war zuletzt eine schwierige Phase für uns, einige wichtige Spieler waren und sind noch immer verletzt. Doch die Mannschaft funktioniert und ist durch die vielen Verletzungen noch näher zusammengerückt», meint Kaufmann.

Nichts wert, wenn HSC gegen Gossau verliert

Die Erfolge seien gut gewesen für das Selbstvertrauen des Teams. «Diese zwei Siege bringen uns auf Kurs Richtung Finalrunde. Sie sind jedoch nichts wert, wenn wir die nächste Partie gegen Fortitudo Gossau nicht auch gewinnen», erklärt der Trainer.

Nach den beiden Auswärtsspielen kehrt der HSC Suhr Aarau nun zurück in den heimischen Schachen. 45 Tage ist es her, dass man in der eigenen Halle auflaufen durfte. Umso grösser ist die Freude darüber, das Spiel gegen Fortitudo Gossau zu Hause auszutragen. «Es ist eine wichtige Partie. Da ist es gut, wenn man vor heimischem Publikum spielen kann. Das treibt die Mannschaft hoffentlich noch mehr an», meint Kaufmann.

Kein Grund zur Sorge

Auf dem Papier ist der HSC klar die stärkere Mannschaft, die Partie gegen den TSV zu Beginn der Meisterschaft gewann man deutlich mit 33:23. Nun endete aber das letzte Spiel der St. Galler gegen den fünftplatzierten BSV Bern mit einem überraschenden Sieg für Gossau. Grund zur Sorge? Kaufmann verneint: «Egal wer, egal wo, wir wollen immer gewinnen. Da ist es für uns unwichtig, was der Gegner zuvor gespielt hat. Meine Mannschaft ist topmotiviert und bereit, um jeden Preis diese zwei Punkte zu gewinnen. Fortitudo Gossau müsste einen sehr guten Tag erwischen, um uns zu schlagen – und der HSC einen sehr schlechten.»

Wichtig sei, dass sich seine Spieler die Tabelle vor Augen führten: «Wenn wir gewinnen, liegen wir mit 12 Punkten auf dem fünften Rang – nur vier Punkte hinter dem Tabellenersten», meint Kaufmann. Mit den vier Heimspielen, die nun für den HSC folgen, keine schlechte Ausgangslage. Und sollte der HSC verlieren? «Dazu kann ich nichts sagen», meint der Trainer schlicht. «Dieses Szenario gibt es nicht in meinem Kopf.»