Handball NLA
Der HSC Suhr Aarau verliert erstmals und ein Gerücht macht die Runde: Kommt Andy Schmid in die Schachenhalle?

In der vierten Partie der NLA-Finalrunde kassiert der HSC Suhr Aarau die erste Niederlage. Beim 24:25 gegen den neuen Leader Pfadi Winterthur leistet sich das Team von Trainer Misha Kaufmann zu viele Fehler.

Dean Fuss
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Der Aargauer Sportminister Alex Hürzeler klatscht trotz Niederlage mit den HSC-Spielern ab.
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HSC-Topskorer Milan Skvaril setzt sich gegen die Defensive von Pfadi durch.
HSC-Topskorer Milan Skvaril im Abschluss.
Nikola Isailovic (r.) kommt zum Abschluss für den HSC Suhr Aarau.
HSC-Kreisläufer Martin Slaninka (l.) setzt sich am Kreis gegen seinen Gegenspieler durch.
HSC-Torhüter Dario Ferrante (M.) pariert einen Siebenmeter von Pfadis Topskorer Marvin Lier.
HSC-Cheftrainer Misha Kaufmann spricht zu seiner Mannschaft.
Der HSC Suhr Aarau unterliegt Pfadi Winterthur knapp mit 24:25.
Die Enttäuschung steht HSC-Spieler Patrick Strebel und Co. nach der Schlusssirene ins Gesicht geschrieben.
Nach zuletzt drei Siegen in Serie, verliert der HSC in der laufenden Finalrunde zum ersten Mal – das kann auch Kreisläufer Martin Slaninka nicht verhindern.
Impressionen von der Partie HSC Suhr Aarau - Pfadi Winterthur
HSC-Flügel Julius Voelkin (r.) gegen Pfadis Cédrie Tynowski.
HSC-Kreisläufer Martin Slaninka (r.) setzt sich gegen Pfadis Peter Schramm durch.

Der Aargauer Sportminister Alex Hürzeler klatscht trotz Niederlage mit den HSC-Spielern ab.

Alexander Wagner

Serien haben die unglückliche Angewohnheit, dass sie irgendwann ein Ende finden. Die meisten jedenfalls. Davon kann auch der HSC Suhr Aarau seit gestern Abend ein Lied singen. Mit der 24:25-Niederlage im Heimspiel gegen Pfadi Winterthur endete die Serie der Ungeschlagenheit der Aargauer in der Finalrunde der NLA.

«Natürlich ist das schade, aber wir haben uns das selbst zuzuschreiben», sagt HSC-Topskorer Milan Skvaril nach der Partie. Sein Wurf war es, der mit der Schlusssirene aus aussichtsloser Position am Tor der Gäste vorbeischrammte und so die Niederlage des Heimteams in der Schachenhalle endgültig besiegelte.

In der Schlussphase war die Partie noch einmal eng geworden. Zum wiederholten Mal kämpfte sich der HSC nach Drei- und Viertore-Rückständen zurück in die Partie – und hatte dann doch das Nachsehen.

Pfadi neuer Leader

Bis auf einen Punkt hätte der HSC im Falle eines Sieges in der Tabelle an den Gegner von gestern Abend aufrücken können. Stattdessen führt Pfadi nun die Tabelle der Finalrunde mit einem Punkt Vorsprung auf die Kadetten Schaffhausen an. Der HSC verbleibt, trotz Niederlage, auf dem dritten Rang.

Skvaril konnte nicht verbergen, dass er angeschlagen in die Partie gegangen war. Nur vier Treffer verbuchte der Tscheche, gleich sechs Mal scheiterte er an den gegnerischen Torhütern oder am eigenen Unvermögen. «In der Offensive waren wir zu hektisch, defensiv haben wir unseren Plan nicht umgesetzt. Dann reicht es einfach nicht», sagt der 25-jährige Rückraumspieler ohne eine Ausrede zu suchen.

«Wir haben heute schlecht gespielt»

In eine ähnliche Richtung geht auch die Analyse von HSC-Cheftrainer Misha Kaufmann: «Wir haben schlecht gespielt und uns selber geschlagen. Jedes Mal, wenn wir hätten ausgleichen, oder gar in Führung gehen können, haben wir die Chance vergeben. Ständig einem Rückstand nachzurennen, kostet Substanz»,, sagt er kurz nach der Schlusssirene.

Über das Ende der Serie von drei Siegen in der Finalrunde in Folge – unter anderem gegen die Kadetten Schaffhausen und Wacker Thun – wollte sich der 34-Jährige gar nicht gross auslassen: «Eine grosse Serie war das nicht, aber wir sind selber schuld, dass sie gerissen ist.»

Drei Vertragsverlängerungen

Gleichwohl gab es am Donnerstagabend auch Grund zum Jubeln für die HSC-Fans. Der Klub verkündete nämlich unmittelbar vor Beginn der Partie die vorzeitigen Vertragsverlängerungen um zwei Jahre von Flügel David Poloz, Rückraumspieler Manuel Zehnder und Torhüter Dario Ferrante. Die drei haben neue Verträge bis zum Ende der Saison 2021 unterschrieben.

Heisses Gerücht um Ausnahmekönner Andy Schmid

Gleichzeitig kursierte in der Schachenhalle ein heisses Gerücht: Demnach soll im kommenden Sommer ein echter Handball-Leckerbissen anstehen, der die Halle aus allen Nähten platzen lassen dürfte.

Offenbar soll Andy Schmid im kommenden Sommer mit seinen Rhein-Neckar Löwen für ein Testspiel gegen den HSC Suhr Aarau in der Schachenhalle gastieren.

Offenbar soll Andy Schmid im kommenden Sommer mit seinen Rhein-Neckar Löwen für ein Testspiel gegen den HSC Suhr Aarau in der Schachenhalle gastieren.

KEYSTONE/EPA DPA/UWE ANSPACH

Denn offenbar sollen die Rhein-Neckar Löwen um den Schweizer Handball-Ausnahmekönner Andy Schmid im Rahmen ihres Trainingslagers für ein Testspiel gegen den HSC Suhr Aarau vorbeischauen. Spätestens dann dürfte die gestrige Zuschauerzahl von 1127 Personen als bisher höchste des laufenden Kalenderjahres deutlich fallen.