NLA-Handball

Der HSC Suhr Aarau verliert das Geisterspiel auswärts gegen Wacker Thun mit 22:29

Der HSC Suhr Aarau verliert das Spiel gegen den Tabellen-Nachbar Wacker Thun.

Der HSC Suhr Aarau verliert das Spiel gegen den Tabellen-Nachbar Wacker Thun.

Das NLA-Team des HSC Suhr Aarau hat am Samstagabend im Berner Oberland seine dritte Niederlage in Folge erlitten. Im Geisterspiel gegen Wacker Thun verlor das Team von Cheftrainer Misha Kaufmann mit 22:29, nachdem es zur Halbzeit bereits mit 10:15 zurücklag.

Im Duell zweier Teams, die sich stimmungsvolle Heimspielstätten gewohnt sind und deren Spiel dies beflügelt, entwickelte sich in leerer Halle eine ausgeglichene Startphase. Bis zum 7:7 nach 20 Spielminuten. Danach zogen die Hausherren innert kürzester Zeit auf 10:7 sowie dann bis zur Halbzeit auf 15:10 vermeintlich vorentscheidend davon. «Typisch Thun» konstatierte Misha Kaufmann nach dem Schlusspfiff diese Spielphase durchaus anerkennend.

Sein Team präsentierte sich in dieser Phase zu fehlerhaft, was der Gastgeber gnadenlos auszunutzen wusste. «Sie haben uns nicht überrascht, wir waren darauf vorbereitet, konnten aber dennoch nicht dagegenhalten», kommentierte Co-Captain Dario Ferrante das körperbetonte Tempospiel der Thuner, die wacher, bissiger und kompakter zu Werke gingen, als dies der HSC Suhr Aarau an diesem Abend über den grössten Teil der Partie tat.

Entsprechend glückte dem Team auch die Startphase der zweiten Halbzeit nicht wunschgemäss. Lediglich zwei Tore in zwölf Minuten gelangen, während das Heimteam sechs Mal traf. Gar maximal neun Tore betrug der Rückstand zwischenzeitlich (23:14 in der 47. Spielminute), ehe sechs Tore in Folge innert neun Minuten den Anschluss zum 23:20 ermöglichten und den Glauben zurück ins Team brachten. Angeführt vom nun im Rückraum eingesetzten Manuel Zehnder, der den aufopferungsvoll aufspielenden Tim Aufdenblatten entlastete.

Hadern mit den Stimmungsschwankungen

Ein Aufbäumen von zu kurzer Dauer, das nach der Thuner Auszeit abrupt wieder ins Gegenteil und damit ins vorherige Muster kippte. Nur zwei weitere Tore erzielten die Gäste nämlich bis zum Spielende noch, während die Thuner noch sechs Mal trafen und damit einen verdienten und letztlich ungefährdeten Sieg einfuhren. «Das war heute viel zu wenig von uns», haderte Cheftrainer Kaufmann nach dem Spiel ebenso wie mit der, während des Spiels aufkommenden, «schwindenden Sicherheit sowie der aufkommenden Angst vor einer drohenden Kanterniederlage». Co-Captain Ferrante sprach von einer «schmerzhaften Niederlage mit zu vielen und zu grossen Schwankungen innerhalb des Spiels.»

Auf der Suche

«Wir erwarten klar mehr von uns selbst», gab Ferrante offen und ehrlich zu. Cheftrainer Kaufmann gab indes vor, «dass wir uns mit harter Arbeit wieder auf die Suche nach der Sicherheit machen werden, die uns zuvor ausgezeichnet hat und am Ursprung unserer Erfolge und genommenen Entwicklung steht.» Diesbezüglich kommen die beiden bevorstehenden Heimspiele vom Mittwoch, 04. März 2020 gegen den TSV St. Otmar St. Gallen (20.00 Uhr, Schachenhalle) und gegen den TV Endingen am Samstag, 07. März 2020 (18.00 Uhr, Schachenhalle) gelegen. Hoffentlich vor, vom Kanton Aargau, zugelassener Kulisse von maximal 999 Zuschauern und nicht wie am Samstagabend vor leeren Rängen. «Meine Mannschaft hat sich die Unterstützung von den Rängen verdient – wir leben davon», hofft und zählt Kaufmann auf Spiele mit Zuschauerbeteiligung.

Zwei Lichtblicke

Die Mannschaft wird seit Samstag dabei wieder bereichert von der Einsatzbereitschaft von Sergio Muggli und Timothy Reichmuth, die sich nach überstandener Verletzung und Krankheit zurückgemeldet und ihr Comeback gefeiert haben. «Ich wollte sie heute nicht verheizen, bin aber froh um ihre Rückkehr, die uns wertvolle Entlastung und Optionen bieten», so Kaufmann.

Hinsichtlich des nach den beiden Heimspielen eigentlich bevorstehenden Cupfinals zum vermeintlich idealen Zeitpunkt. Es wird jedoch erwartet, dass dieser verschoben wird. Dementsprechend erhalten die Rückkehrer wohl im Hinblick auf dieses, vorerst erste Saisonhighlight ebenso mehr Zeit für ihre Rückkehr, wie die gesamte Mannschaft, an ihren Stimmungsschwankungen im Spiel zu arbeiten.

Sie haben die Partie verpasst? Schauen Sie sie sich hier in der Aufzeichnung des Livestreams an:

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