Handball NLA
Der HSC Suhr Aarau verliert auch das dritte Finalrundenspiel nur knapp

Die NLA-Handballer des HSC Suhr Aarau haben auch ihre dritte Finalrundenpartie nur knapp und erneut bitter verloren: Beim viertplatzierten HC Kriens-Luzern unterlag der Aufsteiger nach 10:13-Pausenrückstand letztlich mit 23:25.

Lukas Wernli
Drucken
Teilen
Erneute Niederlage: Der HSC Suhr Aarau verliert auch das dritte Finalrundenspiel.

Erneute Niederlage: Der HSC Suhr Aarau verliert auch das dritte Finalrundenspiel.

foto-net / Alexander Wagner

«Wir haben heute jene Fehler gemacht, die unsere Gegner in der Finalrunde selber nicht mehr machen sowie nun in dieser Saisonphase zudem konsequent bestrafen», konstatierte Cheftrainer Misha Kaufmann nach dem Spiel.

Nach 2:4-Rückstand und zwischenzeitlich mit drei Rechtshändern im Rückraum agierend, fand sein Team dank kompakter Abwehr und einfachen Toren über Flügel Kägi sowie über den Kreis, nach einer gespielten Viertelstunde Anschluss.

Zwar legten die Gastgeber immerzu wieder vor, gemeinsam liess sich der junge, freche und beeindruckende HSC Suhr Aarau jedoch nie abschütteln. Im Gegenteil, der Ausgleich sollte in der Folge noch zwei weitere Male fallen.

Nach dem Seitenwechsel und der gleichzeitigen Hereinnahme von Torhüter Martin Pramuk, generierte das Überraschungsteam der Liga vermehrt Ballgewinne, die es in einfache Torerfolge umzumünzen wusste. Weil es aber besonders den 13-fachen Torschützen Aleksandar Radovanovic nie in den Griff bekam und zudem das Glück der Tüchtigen meist zur Unzeit nicht auf seiner Seite hatte, blieb die verdiente Führung zwischenzeitlich sowie leider bis zuletzt stets verwehrt.

21 der 25 kassierten Gegentreffer fielen aus dem Krienser Rückraum, der lange auf seine Chance wartete, die Abwehr um Hüne Prachar damit müde spielte und schlussendlich reüssierte. Der Favorit brillierte dabei keineswegs und überraschte auch nicht mit Unvorhersehbarem, aber war am Ende in den entscheidenden Momenten wohl routinierter sowie durchaus auch glücklicher.

Mit 23:25 ging aus HSC-Sicht auch die dritte Finalrundenpartie unglücklich verloren. Das Team schnupperte dabei erneut an Punkten. «Nuancen entscheiden aber solche Handballspiele», weiss Kaufmann, der dem Heimteam zu einem «verdienten Sieg» gratulierte.

Sein Team und er haben nun neun Tage Zeit, um sich auf die nächste bzw. vierte Finalrundenpartie beim BSV Bern Muri (Dienstag, 28. Februar 2017, 19.45 Uhr, Mooshalle) vorzubereiten. «Das sind wertvolle Tage für uns, weil wir uns alle nach drei so knappen Niederlagen auch automatisch mehr Gedanken über die Gründe machen, warum es nicht geklappt hat», so Kaufmann, der dem Team den Montag freigab, «damit wir uns danach voller Elan darauf vorbereiten können.»

Telegramm

HC Kriens-Luzern - HSC Suhr Aarau 25:23 (13:10)

Krauerhalle, 800 Zuschauer. SR Bernet/Wick

Spielverlauf: 1:0, 3:1, 5:4, 8:6, 9:7, 10:8, 13:10; 15:13, 17:16, 18:16, 19:17, 21:20, 23:21, 25:22, 25:23.

HC Kriens-Luzern: Bar/Portmann (1 Penalty); Alili (1), Baviera, Blättler (2), Bucher, Fellmann (1), Hofstetter (2), Mühlebach, Radovanovic (13/3), Schramm (3), Spengler, Stankovic (3), Wipf.

HSC Suhr Aarau: Radovanovic (1.-30.), Pramuk (31. – 60.); Aufdenblatten (6), Baumann (3/3), Bräm, Kägi (5), Kurbalja (1), Prachar, Rohr (2), Romann (4), L. Strebel (1), P. Strebel (1).