Handball NLA

Der HSC Suhr Aarau strotzt vor Selbstvertrauen und setzt seinen Siegeszug auch in St. Gallen fort

David Poloz (M.) war mit sechs Treffern, zusammen mit Tim Aufdenblatten und Nikola Isailovic, der beste Werfer seine Teams.

David Poloz (M.) war mit sechs Treffern, zusammen mit Tim Aufdenblatten und Nikola Isailovic, der beste Werfer seine Teams.

Drittes Spiel in der Finalrunde, dritter Sieg. Der HSC Suhr Aarau ist das Team der Stunde in der Schweizer Handball-Szene. Beim 30:27-Sieg bei St. Otmar St. Gallen liessen sich die Aargauer weder von einer schwachen Phase in der ersten Halbzeit, noch von den vielen Strafen aus dem Konzept bringen.

Drei Partien, drei Siege. Das ist die hervorragende Bilanz des HSC Suhr Aarau in der laufenden Finalrunde der NLA. Nach den beiden überraschenden Siegen gegen die deutlich favorisierten Kadetten Schaffhausen (26:23) und Wacker Thun (29:24) zum Auftakt düpierten die Aargauer am frühen Sonntagabend auswärts auch St. Otmar St. Gallen und gewannen vor 900 Zuschauern mit 30:27.

Wegen technischen Fehlern und Unkonzentriertheiten in Rücklage

Das Team von Trainer Misha Kaufmann strotzt nur so vor Selbstvertrauen – angesichts der aktuellen Erfolgssträhne ist das allerdings nichts als logisch. Nichts scheint den HSC derzeit aus der Ruhe zu bringen. Das zeigte sich insbesondere kurz vor Ende der ersten Halbzeit, als der HSC innert gerade einmal 91 Sekunden in einer Selbstverständlichkeit aus einem 13:16-Rückstand den 16:16-Pausenstand machte.

Dass Suhr Aarau überhaupt in diese Rücklage gekommen war, war in erster Linie den zahlreichen technischen Fehlern und Unkonzentriertheiten geschuldet. Das grosse Selbstvertrauen manifestierte sich auch darin, dass sich der HSC durch die insgesamt acht Zeitstrafen gegen sich – bei nur deren zwei gegen den Gegner – nicht aus dem Konzept bringen liess. Auch in Unterzahl liess das Team der Stunde nicht allzuviel zu.

«Bilanz klingt sehr gut»

Nach der wenn auch kurzen so doch beeindruckenden Aufholjagd zum Ende der ersten Halbzeit drehte der HSC Suhr Aarau unmittelbar nach der Pause auf und erspielte sich bis zur 39. Minute einen komfortablen Viertore-Vorsprung (21:17). Diesen verwalteten Co-Captain Tim Aufdenblatten und Co. schliesslich souverän und brachten den dritten Sieg im dritten Finalrundenspiel über die Zeit. «Diese Bilanz klingt sehr gut. Wir haben uns viel vorgenommen und das schliesslich auch so umsetzen können», sagte Aufdenblatten unmittelbar nach der Schlusssirene in der St. Galler Kreuzbleiche.

Der Co-Captain leistete seinen Anteil zum Sieg in der Offensive mit sechs Treffern. Damit war Aufdenblatten zusammen mit Flügelspieler David Poloz und Rückraumspieler Nikola Isailovic, die ebenfalls je sechs Mal reüssierten, erfolgreichster Werfer seines Teams.

Torhüter kein Faktor

Im Gegensatz zu den beiden vorangehenden Partien, waren die beiden Torhüter gestern kein Faktor. Dario Ferrante, der den Platz zwischen den Pfosten kurz vor der Pause von Dragan Marjanac übernommen hatte, kann sich immerhin damit rühmen, dass die Wende mit ihm im Tor gelang. In Sachen Abwehrquote vermochten allerdings weder Ferrante (24 Prozent) noch Marjanac (13 Prozent) zu überzeugen.

Dass das aber gar keine Rolle spielte, ist ein weiterer Hinweis auf die momentane Stärke des HSC. Kaufmann blieb trotz des nächsten Erfolges seiner Mannschaft gewohnt fokussiert: «Es fühlt sich genial an. Aber mein Augenmerk gilt bereits Pfadi», sagte der Cheftrainer.

Nur vier Tage Vorbereitung

In der Tat bleibt dem HSC Suhr Aarau nicht lange Zeit zur Vorbereitung: Bereits am kommenden Donnerstag, also in nur vier Tagen, steht die nächste Partie auf dem Programm. Im TV-Spiel, das bei «MySports» live übertragen wird, treffen die Aargauer zu Hause in der Schachenhalle auf Pfadi Winterthur (Anpfiff: 20.15 Uhr).

Obwohl den Zürchern einen Tag mehr zur Erholung zur Verfügung steht – Pfadi bestritt seine Partie gegen Wacker Thun (33:20) bereits am Samstag – macht sich Aufdenblatten keine Sorgen: «Der Erfolg macht die Sache einfacher, lässt uns sogar noch zusätzliche Kräfte und Energie freisetzen.»

Einen ausführlichen Matchbericht lesen Sie hier.

Sie haben die Partie verpasst? Schauen Sie sie im Stream nach:

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