Handball NLA

Der HSC Suhr Aarau kassiert gegen Wacker Thun eine 18:27-Pleite und muss den 1:1-Ausgleich in der Viertelfinalserie hinnehmen

Kein Durchkommen für den HSC Suhr Aarau und seinen Co-Captain Tim Aufdenblatten in Spiel 2 der Playoff-Viertelfinalserie auswärts gegen Wacker Thun.

Nur zwei Tage nach dem 27:24-Sieg zum Auftakt der Playoff-Viertelfinals gegen Wacker Thun kassiert der HSC Suhr Aarau auswärts in der Lachenhalle vor 1230 Zuschauern eine bittere 18:27-Pleite. Damit steht es in der Serie (Best-of-5) 1:1 Unentschieden.

Keine 24 Stunden nach dem Heimsieg zum Auftakt in die Playoff-Viertelfinals gegen Wacker Thun musste der HSC Suhr Aarau den Verlust von Abwehrchef Martin Slaninka verkraften. Weitere 24 Stunden später folgte am Dienstagabend auswärts der nächste Rückschlag: eine bittere 18:27-Pleite.

Vor 1230 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Thuner Lachenhalle bekundete der Gast aus dem Aargau von Beginn an Mühe. Bereits in der fünften Spielminute sieht sich HSC-Trainer Misha Kaufmann gezwungen, sein erstes Team-Timeout zu beziehen. Sein Team liegt zu diesem Zeitpunkt bereits mit 1:4 zurück.

Nichtsdestotrotz wächst der Rückstand des HSC kontinuierlich an. Bis zur Pause liegen die Gäste bereits mit zehn Treffern (6:16) zurück, die Partie ist zu diesem Zeitpunkt eigentlich bereits gelaufen.

Das Wunder nach der Pause bleibt aus

Aber der HSC gibt sich nicht auf und schafft es, die zweite Halbzeit für sich zu entscheiden und vor allem eine Niederlage mit zehn Treffern Differenz zu verhindern. Die wundersame Wende aber bleibt bei weitem aus. "Ob du am Ende mit zehn, zwanzig oder dreissig Toren verlierst, ist vollkommen egal. Es ist Playoff-Zeit. Sieg ist Sieg und Niederlage ist Niederlage", sagt Trainer Misha Kaufmann nach der Schlusssirene.

Dem pflichtet auch der für den verletzten Slaninka als Kreisläufer eingesetzte Patrick Strebel bei: "Es ist völlig egal, wie hoch wir verlieren. Es gilt jetzt diese Partie möglichst schnell abzuhaken und nach vorne zu schauen."

Dass der Ausfall Slaninkas unglaublich schmerz, der Slowake sowohl in der Offensive als auch in der Defensive fehlt, bestreitet Strebel nicht. Aber: "Wir haben ihn in dieser Saison auch schon kompensieren können. Und als Ausrede für neun Tore Differenz können wir das nicht gelten lassen."

Zu viele Technische Fehler

Tatsächlich stoppte sich der HSC viel zu häufig gleich selbst durch insgesamt 14 Technische Fehler und total 10 Fehlwürfe. "Wacker bestraft Ballverluste jeglicher Art rigoros. Das haben wir schon vor der Serie gewusst, trotzdem hat das heute den Unterschied gemacht", sagt Strebel.

Lange will sich der 26-Jährige im Gespräch aber gar nicht mehr mit der Pleite aufhalten, er ist schon wenige Minuten nach der Schlusssirene bereits voll und ganz bei Spiel 3, das am Osterstonntag (Anpfiff: 16 Uhr) auf dem Programm steht. "Wir müssen jetzt aufstehen und am Sonntag reagieren. Wenn wir da gewinnen haben wir die Serie wieder auf unserer Seite.“

Ein Sieg am Sonntag und alles ist im Fahrplan

So einfach ist das. Ein Heimsieg am Sonntag und alles ist wieder im Fahrplan. Um sich von der Niederlage in Thun zu erholen erhalten die HSC-Spieler am Karfreitag einen freien Tag. "Sie sollen den Kopf lüften und dann geht es am Samstag wieder Vollgas weiter", sagt Trainer Misha Kaufmann.

Auf der Rückfahrt im Mannschaftscar spachtelt seine Mannschaft dann bereits wieder Kalorien im Hinblick auf die körperliche Erholung für Spiel 3 in sich hinein. Das Ziel: Dass neben der Pasta auch die Niederlage bereits am Karfreitagmorgen verdaut ist.

Sie haben die Partie verpasst? Sehen Sie sie sich in der Aufzeichnung des Livestreams an:

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