Handball NLA
Der HSC Suhr Aarau hat enttäuscht – und das ist ein Kompliment

Die 23:25-Niederlage zu Hause gegen Wacker Thun besiegelte am Donnerstagabend das vorzeitige Saisonende für den HSC Suhr Aarau. Warum die Aargauer NLA-Handballer trotz der 2:3-Serienniederlage stolz auf das Geleistete sein können, erklärt Handball-Redaktor Dean Fuss in seinem Kommentar.

Dean Fuss
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So nah sind sich Enttäuschung und Jubel: HSC-Co-Captain Tim Aufdenblatten nach der Schlusssirene.
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Auch bei Lukas Laube ist die Enttäuschung grenzenlos.
Die grosse Enttäuschung beim HSC Suhr Aarau nach der Schlusssirene.
Publikumsliebling Martin Prachar, der seine Karriere mit Ablauf dieser Saison beendet hat, verabschiedet sich mit einem Herz von den HSC-Fans.
Enttäuschung über das Aus: HSC-Kreisläufer Lukas Laube sitzt nach Spielschluss am Boden
Mit vereinten Kräften: Die HSC-Abwehr blockt einen Freiwurf von Wacker.
Jubel bei Wacker: Sven Krainer feiert den Sieg in Aarau.
Freude bei Thun: Nicolas Suter, Jonas Dähler und Damien Guignet jubeln.
Aus und vorbei: HSC-Co-Captain Tim Aufdenblatten verbirgt den Kopf im Dress.
Hart, aber fair: Der ehemalige HSC-Spieler Nicolas Suter wird gebremst.
HSC-Flügelspieler Timothy Reichmuth mit voller Überzeugung im Blick im Abschluss.
HSC-Cheftrainer Misha Kaufmann richtet das Wort an seine Mannschaft.
HSC-Co-Captain Tim Aufdenblatten wird beim Abschluss gestört.
HSC-Kreisläufer Lukas Laube im Abschluss.
Manuel Zehnder, HSC-Rückraumspieler, in der Offensive.
HSC-Flügelspieler David Poloz in Aktion.

So nah sind sich Enttäuschung und Jubel: HSC-Co-Captain Tim Aufdenblatten nach der Schlusssirene.

Alexander Wagner

Die Enttäuschung nach dem vorzeitigen Saisonende für den HSC Suhr Aarau ist gross. Sowohl bei der Mannschaft selbst als auch im Umfeld. Das Team von Cheftrainer Misha Kaufmann hat die hohen Erwartungen in den Playoffs nicht erfüllt.

Was sich im ersten Moment wie harsche Kritik liest, ist das pure Gegenteil davon – ein Kompliment. Die Enttäuschung ist Ausdruck der gestiegenen Erwartungshaltung nach den starken Leistungen des HSC in der Saison 2018/19.

Dass Suhr Aarau die NLA-Finalrunde erreicht, ist seit dem Aufstieg auf die Saison 2016/17 hin schon zur Gewohnheit geworden. Eine Selbstverständlichkeit ist es trotzdem nicht. Schliesslich verfügt Suhr Aarau mit seinen 900'000 Franken nur über das siebthöchste Budget der NLA – und muss dementsprechend für die Finalrunden-Teilnahme mindestens einen Klub mit grösseren finanziellen Möglichkeiten hinter sich lassen. Der dritte Schlussrang in der Finalrunde sagt einiges über die Leistung des HSC aus.

In den Playoff-Viertelfinals scheiterte Suhr Aarau erst in der Verlängerung der Finalissima. In der Endabrechnung wogen die Ausfälle von Abwehrchef Martin Slaninka (Innenbandriss), Topskorer Milan Skvaril (Sperre) und Nikola Isailovic (Sperre) zu schwer.

Trotz des vorzeitigen Saisonendes: Der HSC Suhr Aarau ist in dieser Saison vom ambitionierten Aussenseiter zum ernstzunehmenden Halbfinal-Kandidaten gereift. Geht die Entwicklung in ähnlicher Manier weiter, dürfte der Klub in absehbarer Zukunft zum Herausforderer der Top-Favoriten werden.

Einige Highlights vom Match gegen Wacker Thun im Video: