Handball NLA
Der HSC Suhr Aarau erleidet eine Niederlage zum Rückrunden-Auftakt

Die NLA-Handballer des HSC Suhr Aarau haben zum Rückrunden-Auftakt in St. Gallen eine bittere 21:25-Niederlage erlitten. Vor 600 Zuschauern vermochte das Team von Cheftrainer Misha Kaufmann den nach 45 Minuten erlittenen Ausfall des mit drei Zeitstrafen und damit einer roten Karte bedachten Captains Patrick Romann trotz 18:16-Führung nicht bis zum Spielende zu kompensieren.

Lukas Wernli
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Die Aarauer kamen gegen St. Gallen ins Stolpern und verloren das zweite Spiel hintereinander.

Die Aarauer kamen gegen St. Gallen ins Stolpern und verloren das zweite Spiel hintereinander.

Alexander Wagner

Auf Seiten des Aufsteigers feierte Flügel Beau Kägi nach langwieriger, hartnäckiger und heikler Kopfverletzung sein Comeback gegen jenen Gegner, gegen den er sich die Verletzung in der Saisonauftaktpartie am 31. August in einem unglücklichen Zusammenprall mit Otmar-Torhüter Shejbal zuzog.

Kägi zeigte sich dabei unbeeindruckt von dieser speziellen Situation und traf im erneuten Duell bei erster Gelegenheit prompt per Gegenstoss zum 2:3-Anschluss in der 6. Spielminute. Mit insgesamt vier Toren avancierte er zudem zum besten Torschützen seines Teams und wurde zum Best-Player gewählt.

In der Folge waren es jedoch vor allem die Gastgeber, die durch einfache Tore der ersten und zweiten Welle trafen – acht von zwölf Treffern erzielte Otmar, angeführt von Spielmacher und Topskorer Zdrahala alleine im ersten Durchgang auf diese Art und Weise, während der HSC Suhr Aarau seinerseits durch frühe Zeitstrafen in Unterzahl (3:0-Strafenverhältnis in der ersten Halbzeit) gezwungen war, länger und kräfteraubender für seine Torerfolge zu arbeiten.

Nach dem 11:12-Pausenrückstand war das Team dabei vor allem im Rückzugsverhalten gefordert und startete stark in den zweiten Durchgang, ging mit 16:14 und 18:16 in Führung, bis die dritte Zeitstrafe von Romann und dessen rote Karte den Spielfluss abrupt bremsten. Zdrahala brauchte nur drei Minuten, um die Partie zu drehen (20:18, 48. Spielminute) und fortan unterstützt vom treffsicheren Severin Kaiser zu kontrollieren.

Via 20:22 führten konsequent bestrafte HSC-Fehler zur 20:24-Vorentscheidung in der 57. Spielminute. Die Ostschweizer feierten so mit dem 25:21 ihren dritten Saisonsieg, während die zweite HSC-Niederlage in Folge eine verpasste Chance, aber kein Beinbruch darstellt.

Die Ausgangslage mit weiterhin vier Punkten auf den siebten und damit ersten Abstiegsrunden-Platz ist vor der nun dreiwöchigen Nationalmannschaftspause nämlich noch immer sehr gut. «Die Enttäuschung ist riesig, wir müssen uns heute an der eigenen Nase nehmen, haben es selber verbockt» gab Misha Kaufmann nach dem Spiel aber entsprechend offen und ehrlich zu.

Telegramm:St. Otmar St. Gallen – HSC Suhr Aarau 25:21 (12:11)

Kreuzbleiche St. Gallen – 600 Zuschauer, SR: Cappoccia/Jucker, Del: Schär.

St. Otmar: Shejbal (1. – 40., 4 Paraden), Kindler (41. – 60., 4 Paraden), Hörler (2), Cemas (1), Geisser (2), Rauch (1), Zdrahala (9/4), Wetzel (1), Kaiser (6), Milovic (3), Banic.

HSC Suhr Aarau: Radovanovic (1. – 60., 12 Paraden), Locatelli (für 1 Siebenmeter, 0 Paraden), Golubovic (3), Bräm (1), Baumann (2/1), Aufdenblatten (2), Kurbalija (2), Romann (2), P. Strebel (2), Vilstrup (2), Rohr, L. Strebel, Prachar.