NLA-Handball

Der HSC Suhr Aarau empfängt Kriens-Luzern zum NLA-Spitzenspiel – und hofft auf möglichst viele Zuschauer

HSC-Flügel David Poloz und seine Teamkollegen spielen in der Aarauer Schachenhalle aufgrund des Corona-Schutzkonzepts maximal vor 650 Zuschauerinnen und Zuschauern.

HSC-Flügel David Poloz und seine Teamkollegen spielen in der Aarauer Schachenhalle aufgrund des Corona-Schutzkonzepts maximal vor 650 Zuschauerinnen und Zuschauern.

Der drittplatzierte HSC Suhr Aarau empfängt am Sonntag (Anpfiff: 16 Uhr) Leader Kriens-Luzern in der Aarauer Schachenhalle. Nach vier Siegen in ebenso vielen Heimspielen hofft der Aargauer NLA-Verein auf möglichst viel Publikum.

Es habe sich endlich wieder einmal angefühlt «wie früher». Aussagen wie diese machten vor anderthalb Wochen im Nachgang des 27:25-Heimsieges des HSC Suhr Aarau gegen die Kadetten Schaffhausen in der ausverkauften Aarauer Schachenhalle die Runde. Ob Spieler, Fans oder Vereinsverantwortliche – alle waren sich einig: So macht Handball trotz Coronakrise wieder Spass.

In der Tat: Die 650 Zuschauerinnen und Zuschauer sorgten während besagter Partie, auch dank der tatkräftigen Unterstützung der 130 Kinder aus dem Pfister Handballcamp, immer wieder für Hühnerhaut-Atmosphäre.

«Ausverkauft», hatte es im Pflichtspielbetrieb zuvor letztmals im Frühling 2019 geheissen, als der HSC im fünften und entscheidenden Spiel in den Playoff-Viertelfinals an Wacker Thun gescheitert war. Damals allerdings war die Bedeutung von «ausverkauft» noch eine andere: 1500 statt wie jetzt nur noch 650 Personen durften in Zeiten vor Corona-Schutzkonzepten in die Schachenhalle strömen.

«Dieser Unterschied tut uns natürlich brutal weh», sagt HSC-Geschäftsführer Lukas Wernli und ergänzt: «Einerseits aufgrund der verhalteneren Stimmung, andererseits wegen der massiv tieferen Einnahmen aus Ticketing und Catering.»

HSC schränkt sich freiwillig stärker ein

Gemäss den aktuellen Bestimmungen im Kanton Aargau dürfte der HSC pro Heimspiel 1000 Zuschauerinnen und Zuschauer in die Schachenhalle einlassen. Dies, weil sich der Verein in der Halle aus eigenem Antrieb eine generelle Schutzmaskenpflicht auferlegt hat und weil der Spielfeldbereich komplett von den Zuschauern abgegrenzt ist.

Trotzdem haben sich die Verantwortlichen für ein Maximum von 650 Personen, aufgeteilt auf sieben Sektoren, auf den Rängen entschieden. «So können wir mögliche Gesundheitsrisiken – auch für den Verein – minimieren. Und: Mehr könnten wir unter diesen Umständen gar nicht bewältigen», sagt Wernli.

Durchschnittliche Auslastung von 81,1  Prozent

Gemessen an der neuen Obergrenze betrug die durchschnittliche Auslastung der Schachenhalle bei den bisherigen vier Heimspielen mit einem durchschnittlichen Publikumsaufmarsch von 527 Personen satte 81,1 Prozent. Das ist der mit Abstand höchste Wert seit der Rückkehr des HSC in die NLA vor über vier Jahren.

Doch nun droht angesichts der landesweit steigenden Fallzahlen neues Ungemach. In den kommenden Wochen könnte es zu weiteren Einschränkungen oder gar weitreichenderen Mass­nahmen kommen. «Solche Szenarien werden immer präsenter, und wir kommen nicht darum herum, uns damit zu befassen», sagt Wernli.

HSC-Cheftrainer Kaufmann fordert Reaktion

Sportlich läuft es beim HSC in der Meisterschaft rund. Zuletzt hat der Tabellendritte fünf Mal in Serie nicht mehr verloren, zu Hause haben die Aargauer sogar alle vier Partien gewonnen.

Nicht ganz so rosig lief es im Cup-Achtelfinal. Dementsprechend fordert HSC-Cheftrainer Misha Kaufmann nach der deutlichen 17:26-Niederlage vom Mittwoch in Schaffhausen von seiner Mannschaft eine Reaktion: «Ich will wieder einen anderen Auftritt sehen.» Wie das im Heimspiel gegen NLA-­Leader Kriens-Luzern aussehen wird? Das zeigt sich am Sonntag (Anpfiff: 16 Uhr) in der Schachenhalle.

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