Der HSC Suhr Aarau besiegt NLA-Aufsteiger RTV Basel auswärts in der Sporthalle Rankhof vor 350 Zuschauern gleich mit 34:22. Nach einer ausgeglichenen Startviertelstunde, in welcher der Favorit aus dem Aargau gleichwohl meist mit ein bis zwei Treffern in Führung gelgen hatte, sorgte der HSC in der zweiten Hälfte des ersten Durchgangs für den Unterschied.

Nach dem 8:9-Anschlusstreffer des Heimteams in der 13. Minute (12:57) liess der HSC bis zur Pause nur noch zwei Gegentreffer zu und zog so standesgemäss mit sieben Treffern auf 17:10 davon.

Kanter-Sieg dank Routine und längerem Atem

Tim Aufdenblatten, Co-Captain und mit elf Toren der erfolgreichste HSC-Werfer der Partie, zeigt sich nach der Schlusssirene dementsprechend zufrieden: «Es ist schön, dass wir so gut in die Partie gekommen sind. Zu Beginn hat es in der Defensive noch etwas gehapert, aber auch das haben wir in den Griff bekommen und konnten uns so ein gutes Polster erarbeiten.»

Nach der Pause präsentierte sich zunächst ein ähnliches Bild, wie zu Beginn der Partie: Es ging hin und her, der Vorsprung des HSC pendelte sich bei sieben Treffern ein. In der Schlussphase legten die Aargauer noch einmal einen Zacken zu und bauten den Vorsprung bis zur Schlusssirene und dem 34:22 routiniert auf zwölf Tore aus.

Viel Lob für den Co-Captain

«Spiele wie dieses in Basel sind enorm wichtig. In den vergangenen beiden Saison haben wir zu viele Punkte gegen Teams liegen gelassen, die wir eigentlich hätten besiegen müssen. Das läuft in dieser Saison bisher gut», sagt Aufdenblatten.

Der 22-jährige HSC-Spielmacher zeigte sich am frühen Samstagabend in bester Spiellaune, lenkte das Spiel seiner Mannschaft phasenweise magistral und leistete mit seinen elf Treffern einen nicht unwesentlichen Anteil zum deutlichen Sieg.

Lob gab es für Aufdenblatten nach der Partie auch von Patrice Kaufmann, Assistenztrainer des RTV Basel: «Er ist das Hirn dieser Mannschaft. Ein unglaublich guter Spieler. Was er leistet ist einfach phänomenal», sagte er.

Ein Nasenbruch zum Jubiläum

Etwas weniger erfreulich beziehungsweise gar schmerzhaft – zumindest in persönlicher Hinsicht – verlief die Partie für Jubilär Patrick Strebel. Der 26-jährige Linkshänder kassierte in seinem 200. Meisterschaftseinsatz für den HSC noch vor Ablauf der 2. Minute einen unglücklichen Ellbogenschlag ins Gesicht, spielte aber trotz Verdacht auf Nasenbruch weiter.

«Ich habe ein Knacken gehört und so schräge war meine Nase vor der Partie nicht», sagte Strebel nach der Partie. Seinen Humor hatte er deswegen aber nicht verloren: «Wenn man so klein ist wie ich (Strebel ist immerhin 1,80 m gross, d.Red.), dann kann das halt schon einmal passieren.»

Und auch wenn er selber die Partie aufgrund seines ganz persönlichen Jubiläums als «nicht speziell» empfand, seine Nase wird ihn ganz bestimmt noch eine Weile an seinen 200. Meisterschafts-Auftritt im Trikot des HSC erinnern.

Spitzenspiel und Cup-Sechzehntelfinal

Der HSC verbesserte sich in der Tabelle dank des klaren Sieges vom siebten auf den vierten Rang. Am Sonntag, 30. September, empfangen die Aargauer zu Hause in der Aarauer Schachenhalle (Anpfiff: 16.00 Uhr) den aktuellen Tabellendritten BSV Bern Muri – der sich allerdings noch an diesem Wochenende zum Tabellenführer machen könnte – zum NLA-Spitzenspiel.

Zuvor steht allerdings noch der Cup-Sechzehntelfinal auf dem Programm. Dort trifft der HSC am Mittwoch, 26. September, auswärts auf NLB-Klub SG Wädenswil/Horgen (Anpfiff: 20.30 Uhr).

Welche Bilanz HSC-Trainer Misha Kaufmann zum Saisonstart seiner Mannschaft zieht, lesen Sie am Montag in der «Aargauer Zeitung».

Schauen Sie die Partie hier in der Aufzeichnung nach: