NLA-Finalrunde

Der HSC Suhr Aarau bremst sich selbst und unterliegt den Kadetten Schaffhausen auswärts mit 24:30

Topskorer Milan Skvaril und sein HSC Suhr Aarau streben bei den Kadetten Schaffhausen den fünften Sieg im sechsten Finalrundenspiel an.

Topskorer Milan Skvaril und sein HSC Suhr Aarau streben bei den Kadetten Schaffhausen den fünften Sieg im sechsten Finalrundenspiel an.

Der HSC Suhr Aarau unterliegt den Kadetten Schaffhausen auswärts mit 24:30 (12:17). Es ist im sechsten Spiel erst die zweite Niederlage der Aargauer in der NLA-Finalrunde. Der HSC verbleibt im dritten Tabellenrang.

Das Gute vorne weg: Auch nach der zweiten Niederlage im sechsten Spiel der NLA-Finalrunde ist der HSC Suhr Aarau im starken dritten Tabellenrang klassiert. Die Ausgangslage für die verbleibenden vier Partien bis zu den Playoffs ist mit drei Punkten Vorsprung auf den ersten Verfolger St. Otmar St. Gallen weiterhin hervorragend.

Trotzdem ärgerten sich die Aargauer am Mittwochabend nach der 24:30Niederlage auswärts gegen die Kadetten Schaffhausen. Nicht über den Gegner, nicht über das Schiedsrichter-Duo, der Ärger galt einzig und allein sich selbst. «Wir haben uns selbst eine Lektion erteilt», sagt HSC-Cheftrainer Misha Kaufmann nur wenige Augenblicke nach der Schlusssirene. «Bei uns hat es an allen Ecken und Enden gefehlt: Unser Verhalten im Zweikampf, im Abschluss . . . und auch die Torhüter haben uns nicht geholfen.»

Die Spieler-Statistik spricht eine klare Sprache

Das Matchblatt unterstreicht Kaufmanns Fazit: Für gewöhnlich zuverlässige Werfer wie Topskorer Milan Skvaril (0 Tore/3 Versuche), David Poloz (1/5) oder Tim Aufdenblatt (3/6) scheiterten gestern gleich reihenweise.

Und die Torhüter, die bereits beim 31:28 in Bern vom vergangenen Sonntag über weite Strecken keine gute Figur gemacht hatten, zogen einen schwachen Abend ein. Dario Ferrante, der seine Bilanz in der Schlussphase noch ein wenig aufbessern konnte, parierte 20 Prozent der Abschlüsse auf sein Tor. Dragan Marjanac, der nur während knapp zehn Minuten zum Einsatz kam, konnte keinen einzigen der fünf Abschlüsse des Gegners abwehren. Derweil konnten die Kadetten auf Abwehrquoten zwischen 34 (Kristian Pilipovic) und 40 Prozent (Ivan Stevanovic) bauen.

Kaufmann sah sich zum Rotieren gezwungen

«Fehlwürfe, technische Fehler und und und . . . So kannst du nicht gewinnen», sagt Kaufmann. «Da ist es schon fast ein Erfolg, dass wir ‹nur› mit sechs Toren Differenz verloren haben.»

Weil seine Spieler vor 561 Zuschauerinnen und Zuschauern in der BBC Arena die oben genannten Schwächen zeigten, sah sich Kaufmann gezwungen, immer wieder durchzuwechseln. Weil die Kadetten aber gerade in der Startphase jeden Fehler des HSC resolut nutzten, blieben allfällige Punkte für die Gäste aus dem Aargau bis zur Schlusssirene ausser Reichweite.

In einer Woche kommt Wacker in die Schachenhalle

HSC-Kreisläufer Patrick Strebel lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen: «Natürlich bin ich enttäuscht, wir haben uns den Zahn selber gezogen. Aber ich würde diese Niederlage nicht überbewerten. Wir müssen uns selber in die Pflicht nehmen und am kommenden Mittwoch eine Reaktion zeigen.»

Am Mittwoch, 13. März (Anpfiff: 20 Uhr), ist Wacker Thun in der Aarauer Schachenhalle zu Gast. Der Titelverteidiger, der gestern beim 27:28 gegen Bern Muri die fünfte Niederlage in Serie und den Fall ans Tabellenende der Finalrunde über sich ergehen lassen musste, wird mit einer gehörigen Wut im Bauch nach Aarau reisen.

«Jetzt müssen wir eben gegen Wacker beweisen, dass wir zu Recht auf dem dritten Rang liegen», sagt Strebel und gibt damit gleich die Marschrichtung vor: Gegen die Thuner soll der fünfte Sieg im siebten Finalrundenspiel her.

Sie haben die Partie verpasst? Sehen Sie sie hier in der Aufzeichnung nach:

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