Die beiden Torhüter starten stark in die Partie sowohl HSC-Goalie Dragan Marjanac als auch BSV-Keeper Edin Tatar parieren jeweils den ersten Abschluss auf ihren Kasten. Nicht ganz so souverän sind ihre Vorderleute. Aufgrund technischer Fehler und wegen Fehlwürfen fallen deshalb in den ersten fünf Minuten gerade einmal drei Tore – der HSC führt mit 2:1.

Weil Marjanac gleich weitere Paraden folgen lässt, führt das Heimteam kurz darauf bereits mit zwei Treffern Vorsprung. Und weil der HSC-Torhüter im selben Stil weiter macht erhöht sein Team noch vor Ablauf der 10. Minute auf 6:3.

Mit Unentschieden in die Pause

Bereits in der 12. Minute nimmt der BSV beim Stand von 3:7 sein erstes Timeout. Und wären Marjanacs Voderleute – der Serbe hat zu diesem Zeitpunkt 6 von 9 Würfen pariert (67 Prozent) – könnte der HSC sogar schon wesentlich höher führen. Der Vorsprung des HSC pendelt sich in der Folge vor den anwesenden 947 Zuschauerinnen und Zuschauer bei zwei bis drei Treffern ein.

Allerdings: Weil sich das Heimteam in der Offensive zunehmend schwerer tut, schmilzt das Polster zusehends und nach etwas mehr als 21 Spielminuten führt der HSC nur noch mit 9:8. In der 24. Minute dann ist das Skore (10:10) erstmals seit der Pause wieder ausgeglichen. Vier Minuten später liegt der HSC sogar erstmals seit dem 0:1 wieder in im Rückstand (12:13). In die Pause geht es beim Stand von 13:13.

Ausgeglichener Start in die zweite Halbzeit

In den ersten fünf Minuten der zweiten Halbzeit wogt das Spiel hin und her. Erst kurz nach Ablauf der 35. Minute gelingt es dem HSC, der beim Wiederanpfiff in Ballbesitz war, seine Führung auf zwei Treffer auszubauen (17:15).

Knapp vier Minuten, einen Fehlwurf und zwei technische Fehler später liegt der HSC erstmals in der zweiten Halbzeit zurück (17:18). Aber davon lässt sich das Heimteam nicht unterkriegen und holt sich bis zur 46. Minute dank vier Treffern in Folge die Führung (21:18) wieder zurück – trotz zwischenzeitlicher Unterzahl.

HSC sichert sich Sieg in der Schlussphase

Nachdem Nikola Isailovic in der 47. Minute seine dritte persönliche Zweiminutenstrafe und den damit verbundenen Restausschluss kassiert, muss der HSC den BSV wieder aufrücken lassen. Und so liegt das Heimteam zehn Minuten vor Schluss wieder nur noch mit einem Tor in Front (23:22), kurz nach Ablauf der 51. Spielminute ist die Partie nach einer weiteren Zweiminutenstrafe gegen den HSC sogar wieder ausgeglichen (23:23).

Fünf Minuten vor der Schlusssirene aber hat sich das Heimteam wieder aufgerappelt und liegt wieder mit zwei Treffern in Front (25:23). Weil Torhüter Dragan Marjanac in der Schlussphase noch einmal an seine hervorragende Leistung der ersten Halbzeit anknüpft, gelingt es seinem Team die Führung bis gut zweieinhalb Minuten vor dem Ende gar wieder auf drei Treffer auszubauen (27:24). Am Ende gewinnt der HSC mit 28:25.

Prachar wird für 100. Partie geehrt

Nicht zum Einsatz kam in dieser Partie Martin Prachar. Der 39-jährige Publikumsliebling und Abwehrspezialist war dafür in seiner Rolle als Antreiber auf der Bank gefordert. Vor dem Anpfiff der Partie war der Tscheche für seine 100. Meisterschafts-Partie im HSC-Trikot geehrt worden.

In den Playoffs wartet Wacker: «Jetzt starten wir richtig durch»

«Das war ein sehr wichtiger Sieg für uns. Wir wollten die Finalrunde mit einem Sieg abschliessen», sagt Dragan Marjanac. Der HSC-Torhüter zeigte eine starke Partie und hatte mit seinen zwölf Paraden (Abwehrquote :33 Prozent) einen nicht unwesentlichen Anteil am Vollerfolg seiner Mannschaft. «Ich fühle gerade sehr viele Emotionen. Wir haben bisher eine gute Saison gespielt und jetzt starten wir in den Playoffs richtig durch.»

Dass der HSC im Playoff-Viertelfinal mit Wacker Thun, das auswärts gegen St. Otmar St. Gallen eine 31:40-Klatsche bezog, auf den amtierenden Cupsieger und den Meisterschafts-Titelverteidiger trifft, lässt Marjanac kalt: «Das ist ein guter Gegner. Da können wir zeigen, wo wir stehen. Wir müssen hart spielen und dann gewinnen wir. Ich bin optimistisch.»

«Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft»

«Wir haben in der Finalrunde drei Partien verloren. Das sind drei zu viel», sagt HSC-Cheftrainer Misha Kaufmann nach der Schlusssirene lächelnd und fügt dann an: «Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft und die Leistung in der Finalrunde. Sechs Siege und ein Unentschieden, der dritte Platz. Ich bin zufrieden.»

Dass sein Team das sportlich bedeutungslose Spiel gegen den BSV gewonnen hat, ist Kaufmann wichtig: «Es zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Natürlich ist es auch sehr wertvoll, dass wir mit guten Gefühlen in die Playoff-Vorbereitung gehen können. Wir haben sehr viel Moral gezeigt, das imponiert und verspricht mir viel für die Zukunft.»

Dann hängt er noch eine kurze Kampfansage an den Playoff-Viertelfinalgegner an: «Ich würde nicht gegen uns spielen wollen.» Der HSC Suhr Aarau ist bereit, die in rund anderthalb Wochen beginnenden Playoffs können kommen.

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