Fussball
Der Höhenflug des FC Gränichen will kein Ende nehmen

Gränichen kürt sich in der am Sonntag zu Ende gehenden Saison zum Doppel-Aufsteiger, derweil der FC Entfelden als Doppel-Absteiger feststeht. Obwohl der FC Gränichen in den letzten Wochen ins Straucheln geriet, wurde es nicht mehr gefährlich.

Hannes Hurter
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Der FC Gränichen konnte in der abgelaufenen Spielzeit gleich doppelt jubeln. Otto Lüscher/Archiv

Der FC Gränichen konnte in der abgelaufenen Spielzeit gleich doppelt jubeln. Otto Lüscher/Archiv

Otto Lüscher

Sie sind gekommen, um gleich wieder zu gehen: Die Spieler des FC Gränichen, die im letzten Sommer fulminant in die 2. Liga aufgestiegen sind, verlassen die regionale Fussballbühne bereits nach einer Saison wieder.

Als Aargauer Meister krönte das Team von Trainer Marco Wüst eine ausgezeichnete Saison und steht vor der Schlussrunde als Doppel-Aufsteiger fest.

«Wir wussten, dass wir in dieser Liga vorne mitspielen können. Dass es nun aber so gut lief, kam selbst für mich überraschend», sagt Wüst, der die Wynentaler bereis seit über 10 Jahren trainiert.

Erst in den letzten Wochen kam der Gränicher Meister-Express etwas ins Stocken, als man vier Spiele hintereinander nicht mehr gewinnen konnte. Für Marco Wüst kein Zeichen der Schwäche sondern ein Indiz für die Ausgeglichenheit der Aargauer 2. Liga.

Ein Schlüsselspiel war Gränichens hart erkämpfter 3:2-Auswärtssieg zum Rückrunden-Beginn beim Spitzenspiel in Brugg.

Hinter den Favoriten Gränichen und Brugg zählen der FC Lenzburg und der FC Meisterschwanden zu den positiven Überraschungen der Saison. Der FC Wettingen stellt nach einer durchzogenen Spielzeit immerhin die beste Liga-Defensive mit den wenigsten Gegentoren.

Bei Wettingen bestreitet Verteidiger-Urgestein Michael Ammann heute sein Abschiedsspiel. Zu den Enttäuschungen gehören die beiden Absteiger Kölliken und Entfelden, die trotz Ausgeglichenheit abgeschlagen auf den letzten beiden Rängen klassiert sind. Vor allem der Doppel-Abstieg Entfeldens ist schmerzlich.

Highlights gab es in der zu Ende gehenden Spielzeit auch so einige. Zum Beispiel die grosse Show von Daniel Kurmann in der elften Runde: Der 26-jährige Kölliker Stürmer konnte beim souveränen 5:2-Derbysieg in Rothrist gleich als Fünffach-Torschütze sein ganzes Können zeigen: Zwischen der 6. und 70. Minute erzielte er sämtliche Treffer für den FC Kölliken.

Kurios verlief auch die Partie zwischen Kölliken und Brugg: Marco Werthmüller (Kölliken) erzielte vier Treffer – und verlor das Spiel dennoch deutlich mit 4:7. Es war gleichzeitig das torreichste Spiel der Saison. Am zweitmeisten Treffer fielen im «Hinspiel» auf der Walke, schon damals gewann Brugg in einem irren Schützenfest 5:4.

Spektakel und Spannung sollten auch in der kommenden Saison nicht zu kurz kommen: Durch die Ligareform des Aargauischen Fussballverbandes (AFV) spielen neu 14 Teams in der 2. Liga regional.

Die Aufsteiger aus Beinwil am See, Mutschellen und Fislisbach sowie zwei weitere Aufsteiger aus der dritten Liga, die ab morgen Sonntag in drei Aufstiegsspielen ermittelt werden, dürften für einige Farbtupfer in der höchsten Aargauer Fussball Liga sorgen.