Handball
Der Heimsieg sichert Städtli Baden den Ligaerhalt

Hinten fokussiert, vorne effizient: Städtli 1 liess im Heimspiel gegen die SG Yellow/Pfadi Winterthur nie Zweifel aufkommen, wer sich am Ende das Punktepaar gutschreiben wird.

Franco Bassani
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Der STV Baden Handball sichert sich mit dem Sieg gegen die SG Yellow/Pfadi Winterthur den Ligaerhalt (Archivbild).

Der STV Baden Handball sichert sich mit dem Sieg gegen die SG Yellow/Pfadi Winterthur den Ligaerhalt (Archivbild).

Roland Jaus

Der erste richtige Frühlingstag des Jahres sorgte nicht ganz unerwartet für einen etwas bescheideneren Publikumsaufmarsch als erhofft. Aber die 102 Zuschauerinnen und Zuschauer brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen: Städtli 1 bot feine Handballkost, garniert mit zwei Punkten.

Wie sich die Partie entwickeln würde, zeichnete sich schnell ab: Städtli praktizierte eine flache, aggressive Deckung, die die Gäste aus Winterthur vor immense Probleme stellte. Was Mal für Mal im Zeitspiel endete und sich auch nicht gross änderte, als man zeitweise den Torhüter zugunsten einer numerischen Feldüberlegenheit aus dem Tor nahm.

Hohe Badener Trefferquote

Städtli hingegen fand umgehend zu einem gepflegten Angriffsspiel, in dem Spielertrainer Björn Navarin (6/9) die Fäden zog und gemeinsam mit Thomas Stalder (6/9), Pascal Bühler (5/7) und Joel Kaufmann (6/7) enormen Druck aufs Winterthurer Tor entwickelte. Auffällig auch die Leistung von Kreisläufer Niklas Stegefeld, dem zwar sechs technische Fehler unterliefen, der dafür aber auch jeden seiner fünf Abschlüsse im Tor versenkte.

Eine 100-Prozent-Quote konnten sich zwar auch zwei Spieler auf der Gegenseite gutschreiben lassen, substanziell trugen dort aber nur Joël Tynowksi (9/11) und Yannik Ott (6/12) zum Skore bei. Das lag nicht zuletzt an der Leistung des Badener Schlussmannes Marco Wyss, dem in der ersten Halbzeit für eine starke Fangquote von 45 Prozent ganze acht Paraden reichten – darunter einige spektakuläre Big Saves, die den Gästen spürbar den Zahn zogen. Michael Schoch übernahm den Kasten in der zweiten Halbzeit und liess nichts mehr anbrennen.

Kuriose Szene

Baden lag ab der 7, Minute ständig vorn und geriet nie ernsthaft in Gefahr, das Spiel aus der Hand zu geben. Yellow/Winterthur bemühte sich zwar nach Leibeskräften, hatte der abgeklärten Leistung des Heimteams aber kaum etwas entgegenzusetzen – und stellte sich ab und an selber ein Bein. Zum Beispiel, indem ein Spieler noch während seiner Zweiminuten-Strafe einfach wieder aufs Feld zurückkehrte, was seinem Team natürlich umgehend eine doppelte Unterzahl bescherte. Eine ziemlich kuriose Szene.

Mit dem Sieg gegen Yellow/Pfadi hat Städtli 1 nicht nur die unselige Negativserie zu Hause endlich durchbrochen, sondern nebenbei auch zwei entscheidende Punkte für den weiteren Saisonverlauf gebucht: Der Abstieg ist nun unabhängig vom Ausgang der kommenden vier Spiele definitiv kein Thema mehr! Man darf gespannt sein, zu was sich die Badener von dieser komfortablen Ausgangslage noch beflügeln lassen.