Laufsport
Der Hallwilerseelauf wird nicht mehr wachsen

Mit rund 7500 Läuferinnen und Läufern hat das Rennen um den Hallwilersee seine Kapazitätsgrenze erreicht.

Fabio Baranzini
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Pressekonferenz zum Hallwilerseelauf
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Kantonaler Gast Christian Koch, Leiter Sektion Sport des BKS, betonte die Bedeutung des grössten Aargauer Laufsportanlasses.
Zweiter Präsident Fredi Hirt folgte im OK auf Walter Eichenberger.
40 Jahre Präsidentschaft Die drei bisherigen OK-Chefs Roland Müller, Fredi Hirt und Walter Eichenberger (von links).
Gründervater Walter Eichenberger organisierte 1975 die erste Austragung des Hallwilerseelaufs.
Das Wahrzeichen OK-Präsident Roland Müller posiert vor dem Schloss Hallwyl, welches die Läufer nach 15 Kilometer des Halbmarathons passieren.

Pressekonferenz zum Hallwilerseelauf

Fabio Baranzini

Am 11. Oktober feiert der Hallwilerseelauf einen runden Geburtstag: Der grösste Laufsportevent des Kantons wird 40. Dies nahmen die Organisatoren zum Anlass, um bereits jetzt im Rahmen einer Pressekonferenz auf die letzten 39 Austragungen zurück zu schauen und einen Blick in die Zukunft zu wagen.

An der Pressekonferenz waren gleich sechs Männer zu Gast, die den Hallwilerseelauf in den letzten vier Jahrzehnten geprägt haben. Da waren zum einen Peter Ramseier, Silvio Bertschi und Beat Bucher. Das Trio hat alle 39 Läufe rund um den Hallwilersee absolviert – dies entspricht beinahe 823 Rennkilometern. Bucher hat, damit er immer teilnehmen konnte, sogar seine Hochzeitsreise verschoben und den Hochzeitsapéro seines Göttikindes verpasst. Neben den drei Rekordteilnehmern waren auch die ehemaligen OK-Präsidenten Walter Eichenberger und Fredi Hirt, sowie der aktuelle Chef Roland Müller anwesend und gaben einige Anekdoten aus den Anfängen des Laufsportanlasses zum Besten.

Küchenuhr und Schnapsmatrize

1975 hatte Eichenberger das erste Rennen um den grössten Aargauer See organisiert. „Wir hatten mit etwa 150 Teilnehmern gerechnet, doch am Ende waren schon im ersten Jahr 450 Läufer gestartet“, erinnert sich Eichenberger, der den Hallwilerseelauf 25 Jahre lang als OK-Präsident geprägt hat. Nicht nur die Teilnehmerzahl war in den Anfangsjahren deutlich geringer als heute, auch die Technik war eine ganz andere. „Die Zeit haben wir damals noch mit der eigenen Küchenuhr gestoppt und haben danach in einem aufwändigen Prozess mit Hilfe einer Schnapsmatrize die Rangliste geschrieben“, so Eichenberger.

Musik als Motivation

Heute ist am Hallwilerseelauf alles grösser und moderner. Doch das rasante Wachstum hat ein Ende. Mit rund 7500 Teilnehmern hat der Event seine Kapazitätsgrenze erreicht. Mehr geht aufgrund der Platzverhältnisse und der Infrastruktur nicht. Deswegen wurde eine Teilnehmerbegrenzung gesetzt, die bei etwas mehr als 7500 Startern liegt. „Unser Motto für die Zukunft ist Qualität statt Quantität. Wir wollen dafür sorgen, dass der Hallwilerseelauf auch künftig ein einzigartiges Laufsporterlebnis für die breite Masse ist“, sagt Roland Müller. Trotzdem wünscht sich der OK-Präsident für die Jubiläumsausgabe einen neuen Teilnehmerrekord. „Es wäre schön, wenn wir erstmals 7500 startende Athleten hätten.“

Um die Läufer zur Teilnahme zu bewegen, haben sich die Organisatoren einiges überlegt: Unter den angemeldeten Läufern werden Preise verlost, alle Teilnehmer erhalten eine Laufjacke als Erinnerungsgeschenk und während dem Jubiläumslauf werden verschiedene musikalische Darbietungen entlang des Streckenrandes für die nötige Motivation sorgen.