Während Lok Reinach seit Jahren mit der Rückkehr in die Nationalliga liebäugelt, wollen die beiden letztjährigen Aufsteiger aus der 2. Liga, Team Aarau und Baden-Birmenstorf, erstmals die Playoffs (Top 8 von 12 Teams) erreichen. Gleiches hat Unihockey Fricktal vor. Der im Jahr 2014 gegründete Verein hat bereits zwei Spielzeiten in der 1. Liga hinter sich, die Playoff-Qualifikation aber jeweils verpasst.

Luzius Mäder, Unihockey Team Aarau

30-jährig, Torhüter

Luzius Mäder

30-jährig, Torhüter

Das Team Aarau mit Torhüter Luzius Mäder nimmt die zweite Saison in der 1. Liga ohne ihren Topskorer Tomas Vojtisek in Angriff. «Auch wenn der Abgang schmerzt, ist es vielleicht gar kein Nachteil, dass er nicht mehr dabei ist. Dann können wir unsere Kräfte auf verschiedene Schultern verteilen», sagt Mäder.

Die Aarauer haben die Playoffs in ihrer ersten Spielzeit in der dritthöchsten Schweizer Liga verpasst. Nun hoffen Mäder und sein Team, dass sie diese Saison den Sprung unter die Top 8 schaffen können. Der 30-Jährige weiss, dass sein Team dafür vor allem cleverer agieren muss. «Wir haben einige knappe Spiele aus der Hand gegeben», sagt er und ist überzeugt, dass dies mit jedem Spiel mehr an 1.-Liga-Erfahrung besser werde. Auf die Derbys gegen Baden und Fricktal angesprochen, werden Erinnerungen aus gemeinsamen Zeiten in der 3. Liga wach: «Das waren meistens enge und spannende Spiele», sagt Mäder.

Julian Müller, Unihockey Baden-Birmenstorf

25-jährig, Spieler

Julian Müller

25-jährig, Spieler

Er ist der Königstransfer in der 1. Liga. Julian Müller wechselt als NLA-erprobter Spieler von GC Unihockey zu Baden. «Als Student war Unihockey auf höchstem Niveau für mich möglich. Mit meinem neuen Job musste ich die Prioritäten nun anders setzen, auch wenn es zu Beginn wehgetan hat sich für diesen Schritt zu entscheiden», begründet der 25-Jährige seinen Wechsel.

Längst freut sich Müller aber auf seine neue Aufgabe und will den Badenern, die vergangene Saison die Playoffs als Aufsteiger um Haaresbreite verpasst haben, zu diesem Ziel verhelfen. «Ich denke schon, dass ich besonders in engen Spielen für den Unterschied sorgen kann», ist er überzeugt. Dass drei weitere Aargauer Teams in der 1. Liga spielen, freut Müller sehr: «In diesen Duellen will man noch lieber gewinnen als sonst. Es soll zwar nicht dreckig werden auf dem Feld, Emotionen gehören dann aber noch stärker dazu.»

Lukas Lütold, Unihockey Fricktal

22-jährig, Spieler

Lukas Lütold

22-jährig, Spieler

Zuversichtlich schaut Lukas Lütold auf die bevorstehende Saison und sagt: «Wir sind besser als im vergangenen Jahr. Dies, weil eigene Junioren nachrücken und mehrere Leistungsträger zurückkehren. Durch die grössere Breite im Kader sollte die erstmalige Qualifikation für die Playoffs möglich sein.» Lütold ist Leistungsträger von Unihockey Fricktal und hat sich nach einem Kreuzbandriss zurückgekämpft. Das Team hat eine gelungene Saisonvorbereitung hinter sich und will die vergangene enttäuschende Spielzeit vergessen lassen.

Die Freude, endlich wieder auf dem Feld zu stehen ist bei Lütold gross und auf die vielen Aargauer Derbys freut er sich besonders: «Da sind viele Emotionen im Spiel und
man ist bis in die Fingerspitzen motiviert». Kurzfristig will Lütold mit seinem Team in die Playoffs, in Zukunft aber dem führenden Aargauer Verein Lok Reinach den Platz an der Sonne streitig machen.

Magnus Hedlund, UHC Lok Reinach

47-jährig, Trainer

Magnus Hedlund

47-jährig, Trainer

Magnus Hedlund steht vor seiner siebten Saison als Trainer von Lok Reinach. Sein Verein ist in Sachen Unihockey noch immer das Aargauer Aushängeschild und sein Team bringt Erfahrung aus den höchsten beiden Spielklassen mit. Seit Jahren peilt Lok die Rückkehr in die NLB an. Als Saisonziel will sich Hedlund aber nicht darauf versteifen und sagt: «Wir wollen möglichst jedes Spiel gewinnen. Wozu dies reicht, wird sich zeigen.»

Der Schwede hat in der Vorbereitung den Fokus auf variantenreicheres Spiel in der Offensive gelegt, denn «defensiv waren wir vergangene Saison die stärkste Mannschaft der Liga». Trotz der insgesamt drei Aargauer Ligakonkurrenten schätzt er aufgrund der Nähe nur das Team Aarau als brisantes Derby ein und ist der Meinung, dass «bei dieser Vielzahl an Aargauer Teams in Zukunft besser zusammengearbeitet werden müsste, um den Aargau wieder in der Nationalliga vertreten zu können».