Handball

Der grosse Nationalliga-B-Showdown: Suhr Aarau gegen den TV Endingen

Brisantes Duell: Patrick Romann (links) trifft mit Suhr Aarau auf den TV Endingen (Lukas Riechsteiner).

Brisantes Duell: Patrick Romann (links) trifft mit Suhr Aarau auf den TV Endingen (Lukas Riechsteiner).

Morgen Sonntag kommt es zum grossen Nationalliga-B-Showdown zwischen Suhr Aarau und dem TV Endingen. Patrick Romann, der gebürtige Zurzibieter in den Reihen des HSC, blickt auf das Spitzenspiel voraus.

Es ist schon eine Weile her, dass die Handballer des HSC Suhr Aarau ein Derby gegen den TV Endingen gewinnen konnten. Genau gesagt: zwei Jahre und zehn Monate. Damals – am 3. Februar 2013 – siegte der HSC auswärts mit 33:31.

Matchwinner war Rückraumspieler Patrick Romann. «An dieses Derby kann ich mich ehrlich gesagt gar nicht mehr so genau erinnern», gesteht der 22-Jährige, der seit 2011 in der ersten Mannschaft der Suhrer spielt und in dieser Zeit zehn Partien gegen Endingen bestritten hat.

An ein anderes Derby kann sich Romann dagegen noch genau erinnern. An jenes fünf Monate davor. «Wir haben Endingen zu Hause in der Schachenhalle fast schon in den Boden gestampft und mit elf Toren Differenz gewonnen. Das war ein tolles Spiel von uns.»

Zuletzt gab es in den Direktduellen der beiden besten Aargauer Handballteams aus Suhrer Sicht jedoch kaum Grund zur Freude. Drei Mal in Folge konnten die Surbtaler gewinnen, zwei Mal davon im Schweizercup.

Alle Partien standen auf Messers Schneide und gingen mit maximal zwei Toren Unterschied an die Endinger. «Verlieren tut immer weh, aber ein Derby gegen Endingen zu verlieren und das ernst noch so knapp, zwickt gleich zwei Mal. In den letzten Spielen ist es Endingen schlicht besser gelungen, Emotionen ins Spiel zu bringen. Deshalb haben sie gewonnen», glaubt Romann und fordert deswegen: «Wir müssen mehr Leidenschaft und Wille auf den Platz bringen, damit wir am Sonntag endlich wieder gewinnen können.»

Das sonntägliche Duell in der Aarauer Schachenhalle ist nicht nur von besonderer Bedeutung, weil es ein Derby um die handballerische Vormachtstellung im Kanton Aargau ist, sondern auch, weil es von grosser Wichtigkeit im Kampf um den Aufstieg in die Nationalliga A ist.

Derzeit liegt Endingen zwei Verlustpunkte vor dem HSC Suhr Aarau. Mit einem Sieg könnten die Suhrer also nicht nur ihre beinahe drei Jahre andauernde Sieglosigkeit gegen Endingen beenden, sondern auch zum Erzrivalen aufschliessen.

Von Bad Zurzach nach Suhr

«Wenn wir aufsteigen wollen, müssen wir gegen jeden Gegner gewinnen. Wir werden uns daher auf das Spiel gegen Endingen vorbereiten wie auf jedes andere Spiel auch.» Trotzdem geht es in diesem Duell um mehr als bloss zwei Punkte.

Das weiss auch Patrick Romann. «Die Partien gegen Endingen locken immer extrem viele Zuschauer an und die Atmosphäre ist grossartig. Das ist beste Werbung für den Handballsport im Aargau und da will man sich natürlich von seiner besten Seite präsentieren und gewinnen.»

Entsprechend gross ist die Vorfreude auch bei Patrick Romann, der seit mittlerweile drei Jahren in Suhr heimisch ist. Zuvor wohnte er stets in Bad Zurzach, also mitten im Einzugsgebiet des TV Endingen.

«Als Kind bin ich tatsächlich die Matches von Endingen schauen gegangen und habe auch für Handball Zurzibiet gespielt. Ich bin jetzt aber schon so lange in Suhr, dass ich mich als eingefleischten Suhrer sehe und nicht nur wohnungstechnisch, sondern auch handballerisch längst umgezogen bin», erzählt Romann lachend.

Und was für einen besseren Beweis für diese Tatsache gäbe es, als ein Sieg am Sonntag gegen Endingen mit einer starken Leistung von Patrick Romann?

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