Die Lunkhofer Volleyballer haben am Wochenende alles gegeben und dem Heimpublikum gezeigt, zu welchen Leistungen sie fähig sind. Die «Lunkis» kamen in Scharen, um ihre Lieblinge anzufeuern und zu unterstützen. Doch letztlich hat es für die ganz grosse Überraschung nicht gereicht. Denn die Mannschaft von Münchenbuchsee hat gezeigt, dass sie eben doch eine Klasse besser ist und zu Recht in der Nationalliga A spielt. Und das, obwohl die Berner bisher einen schwachen Saisonstart erwischten und derzeit auf dem letzten Platz liegen.

Die Lunkhofer legten einen Traumstart hin und liessen den Gästen kaum Spielraum. Das Team von Christian Kron überzeugte dank starken Services und Abnahmen, aber auch durch präzises Zuspiel. Die Heimmannschaft war offensichtlich beflügelt von den rund 130 Zuschauern.

Eigenfehlerquote zu hoch

Doch je länger das Spiel dauerte, desto mehr kamen die Schwächen der Lunkhofer zum Vorschein. Die Konzentration der Spieler liess merklich nach und die Fehlerquote erhöhte sich zusehends. In den Sätzen zwei, drei und vier hatten die Lunkhofer klar das Nachsehen und nie wirklich die Chance, das Blatt zu ihren Gunsten zu wenden. Am ehesten noch im dritten Satz, wo sie sich bis zum Spielstand von 18:18 herankämpften. Doch die entfesselten Gegner aus Münchenbuchsee liessen nichts mehr anbrennen. Letztlich war eben der Ligaunterschied doch zu gross.

Tatsache ist, dass die Lunkhofer eigentlich gut mithalten konnten, doch sich im entscheidenden Moment nicht mehr steigern konnten. Die beiden überragenden Spieler bei den Münchenbuchseern waren die Gebrüder Nüesch. Sie überzeugten durch ihre starken Aussenangriffe. Den Lunkhofern blieb bei diesem starken Druck von der gegnerischen Seite nichts anderes übrig, als immer mehr Risiken einzugehen, damit sie überhaupt einen Punkt erzielen vermochten. Deshalb unterliefen den Gastgebern auch immer mehr Fehler.

Trainer Christian Kron gab nach dem Spiel zu Protokoll: «Ich bin zufrieden mit meiner Mannschaft. Wir haben immerhin einen Satz gegen eine Nationalliga-A-Mannschaft gewonnen.» Es sei erstaunlich, wie stark die Junioren Etienne Hagenbuch, Erik Harksen und Simon Hagenbuch gespielt hätten. Obwohl Letzterer immer noch an einer Schulterverletzung herumlaboriere.