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Der grobe Patzer von Joël Mall: «Hätte im Tor bleiben müssen»

Joel Mall kann beim 4:2-Gegentreffer nur noch zusehen, wie der Ball hinter sich in den Maschen landet

Joel Mall kann beim 4:2-Gegentreffer nur noch zusehen, wie der Ball hinter sich in den Maschen landet

Erst der Held, dann der Depp: Nach den starken Leistungen gegen den FC Basel (1:3) und Luzern (4:2) unterläuft Joël Mall beim entscheidenden Treffer von Nassim Ben Khalifa zum 3:2 für GC ein grober Patzer.

Joël Mall, der Mann des Spiels? Beinahe. Der 22-jährige Torhüter des FC Aarau zeigte während 74 Minuten eine tadellose Leistung.

Mehr noch. Mall flog, Mall hexte, Mall zauberte, Mall hielt fast alles.

Eine Viertelstunde vor Schluss war dann allerdings Schluss mit Lustig. Nassim Ben Khalifa köpfelte den Ball nach einem Freistoss des früheren Aarauer Stürmers Shkelzen Gashi ins Tor.

Kurz zuvor hatte Mall sein Gehäuse zur Unzeit verlassen und segelte prompt am runden Streitobjekt vorbei.

Und als der überragende Gashi nach 85 Minuten mit einem Freistoss aus 21 Metern das Tor des Abends erzielte, war der Traum vom Punktgewinn aus Sicht des FC Aarau ausgeträumt.

Der Patzer von Joël Mall

Der Patzer von Joël Mall

Mall ärgerte sich fürchterlich über seinen Fehlgriff beim dritten Tor des Cupsiegers. Nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Stephan Klossner eilte er schnurstracks unter die Dusche und spülte seinen Frust weg.

Eine halbe Stunde später stellte er sich den Fragen der Medienvertreter. «Natürlich geht der Gegentreffer zum 3:2 für GC auf meine Kappe», gab sich Mall selbstkritisch.

«Ich hätte im Tor bleiben müssen. Allerdings war der Freistoss von Gashi auch gut getreten. Mit viel Drall und Effet. Es ist schade, denn vorher habe ich ein gutes Spiel gezeigt.»

Ein gutes Spiel? Ein ausgezeichnetes Spiel! Mall war bis zu seinem Flop der mit Abstand beste Aarauer. Den spektakulärsten Auftritt hatte der FCA-Goalie kurz vor der Pause, als er einen Kopfball von Gashi an die Latte lenkte. Von dort prallte das Leder auf die Torlinie.

Für Mall war der Hauptgrund für die Niederlage allerdings nicht das Tor zum 3:2 für GC. «Wir haben uns viel zu viele dumme Fouls geleistet», sagte Mall.

«Dabei haben wir doch gewusst, dass die Zürcher vor allem bei Standardsituationen gefährlich sind.»

Auch der Aarauer Trainer René Weiler wollte Mall nicht zum Sündenbock stempeln. «Joël hat uns dank einer starken Leistung lange Zeit im Spiel gehalten», sagte Weiler.

«Natürlich hat er sich beim 3:2 für GC einen Fehlgriff geleistet. Aber bei einem Torhüter ist es nun mal so. Der Grat zwischen einer Topleistung und einem Flop ist besonders schmal.»

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