Rad
Der GP Rüebliland als letzter Formtest vor den Weltmeisterschaften

Zum 37. Mal findet vom Freitag bis Sonntag der «Grand Prix Rüebliland» statt. Am Start des internationalen Etappenrennens der Junioren, dem einzigen in der Deutschschweiz, stehen 17- und 18-jährige Fahrer aus 14 Nationen.

August Widmer
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Das Aargauer Team: Fabian Strittmatter, Fabio Franz, Valentin Kiser, Diego Wendelspiess und Iwan Hasler (v.l.). Auf dem Bild fehlt Carl Schütz. Foto: awi

Das Aargauer Team: Fabian Strittmatter, Fabio Franz, Valentin Kiser, Diego Wendelspiess und Iwan Hasler (v.l.). Auf dem Bild fehlt Carl Schütz. Foto: awi

Los geht es mit dem diesjährigen GP Rüebliland am Freitagnachmittag mit einer in Bettwil endenden Fahrt durchs Freiamt. Am Samstagmorgen heisst das Etappenziel Wampfle/Leutwil. Die zu absolvierenden 63 km führen durchs Seetal und den Oberaargau. Am Samstagnachmittag steht in Hunzenschwil ein neun Kilometer langes Zeitfahren auf dem Programm. Der Abschluss des Rennens wird am Sonntagmorgen mit der zweimaligen Fahrt über den Bürersteig und den Bözberg gemacht. Nach 122 km geht es dann im Brugger Schachen um den Tages- und Gesamtsieg.

Mit zehn National-Teams sowie Regionalmannschaften aus vier weiteren Ländern ist die diesjährige Austragung des GP Rüebliland international hervorragend besetzt. Im Vorfeld der Ende September in Florenz stattfindenden Rad-Weltmeisterschaften benutzen etliche Rad-Nationen den GP Rüebliland als letzten Formtest. Australien, Holland, Deutschland und die USA reisen mit starken Teams an. Auch die Nachwuchsfahrer aus Osteuropa, vor allem die Fahrer aus Russland, Tschechien und Polen vermögen sich erfahrungsgemäss am GP Rüebliland immer wieder gut in Szene zu setzen. Die Nachwuchsequipen aus Luxemburg und Ungarn dürfen ebenso wenig ausser acht gelassen werden wie die Regionalvertretungen aus Dänemark, Italien, Österreich und Spanien. Das Weltradsport-Zentrum der UCI in Aigle ist mit einer Mannschaft vertreten sowie mehrere Schweizer Regionen. Die Hoffnungen der Schweizer ruhen allerdings weniger auf diesen Regional- und Kantonalmannschaften, als vielmehr auf dem von Daniel Gisiger geleiteten Nationalteam. Die besten Schweizer Nachwuchsfahrer machten in dieser Saison grosse Fortschritte und konnten sich erst kürzlich an Rennen im Ausland gegen ihre gleichaltrige Konkurrenz auszeichnen.

Der Veranstalter-Kanton Aargau stellt eine der wenigen Kantonalmannschaften. Der als Mannschaftsleiter fungierende frühere Elite-Fahrer Peter Oeschger (Gansingen) schätzt die Fähigkeiten seiner Fahrer realistisch ein: «Das Team Aargau bilden sechs Fahrer. Aber alle sind zum ersten Mal am GP Rüebliland dabei. Einfach wird die Aufgabe für sie nicht. Wichtig ist die internationale Erfahrung, die sie sammeln können. Sie müssen allerdings schauen, dass sie nicht unter die Räder kommen.»

Das Team Aargau bilden die beiden Fricktaler Diego Wendelspiess (Kaisten) und Iwan Hasler (Schupfart) zusammen mit den beiden bisher vor allem als Mountainbiker aktiv gewesenen Fabio Franz und Fabian Strittmatter (beide Gränichen). Komplettiert wird das Team Aargau durch die beiden Gastfahrer Valentin Kiser (Cham) und Carl Schütz (Lancy), dem Achten der Schweizer Junioren-Berg-Meisterschaft.

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