FC Aarau

Der Flirt mit dem Meister: Bleiben Linus Obexer und Nicolas Bürgy dem FC Aarau erhalten?

Linus Obexer (l.) und Nicolas Bürgy (r.) posieren mit YB-Sportchef Christoph Spycher. Beide sind bei den Bernern unter Vertrag, aber an Aarau ausgeliehen.

Linus Obexer (l.) und Nicolas Bürgy (r.) posieren mit YB-Sportchef Christoph Spycher. Beide sind bei den Bernern unter Vertrag, aber an Aarau ausgeliehen.

Die Aarauer Leihspieler Nicolas Bürgy und Linus Obexer sind bereit für YB – aber ist YB auch bereit für sie? Sportchef Christoph Spycher lässt sich nicht in die Karten blicken.

Spielt der Aarauer Abwehrchef Nicolas Bürgy ab nächstem Sommer bei den Young Boys? Oder bleibt er in Aarau? Alles ist möglich. «Mir gefällt es beim FC Aarau zwar ausgezeichnet. Aber ich bin bereit für YB», sagt ein entschlossener Bürgy. «Entscheidend dürfte sein, ob die Berner in Zukunft auf die Karte Jugend setzen oder nicht.»

Dann fragen wir doch den Mann, der wissen muss, ob YB in der nächsten Saison auf die Jugend setzen wird. Fragen wir YB-Sportchef Christoph Spycher, ob der 23-jährige Innenverteidiger in der Kaderplanung für die nächste Saison eine Rolle spielt oder nicht. «Nicolas Bürgy ist ein interessanter Spieler, den wir genau beobachten», sagt Spycher. «Er hat in Aarau Spuren hinterlassen, grosse Fortschritte gemacht und ist in den vergangenen Wochen zu einem Leistungsträger geworden. Mehr kann und will ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.»

Bürgys Wille und Ehrgeiz

Im Gegensatz zu Spycher weiss Bürgy jetzt schon, was er will. Wer mit dem feinen Techniker spricht, spürt seinen unbändigen Willen, es zumindest auf nationaler Ebene ganz nach oben zu schaffen. Bürgy ist ehrgeizig. Bürgy ist selbstbewusst. Und Bürgy spricht nicht um den heissen Brei herum. Er möchte so schnell wie möglich wissen, wie es mit ihm weitergeht. «Ich hatte in der jüngsten Vergangenheit immer wieder Kontakt mit Spycher», sagt er. «Es waren konstruktive Gespräche. Ich sage nochmals, dass ich für YB bereit bin. Ich hoffe, dass ich spätestens Ende April Klarheit über meine Zukunft habe.»

Neben Bürgy hat der FC Aarau einen weiteren Leihspieler von YB unter Vertrag: Linus Obexer! Genauso wie Bürgy weiss auch der Linksverteidiger mit dem grossen Kämpferherzen noch nicht, bei welchem Klub er in der nächsten Saison spielen wird. «Ich habe einen Vertrag mit YB bis 2020», sagt der 21-Jährige.

«Meine Beraterfirma hat mit Sportchef Spycher kürzlich einen Termin vereinbart. Bei diesem Treffen dürften die Weichen für meine Zukunft gestellt werden. Es ist mein Ziel, in der nächsten Saison in der Super League zu spielen. Wer weiss? Vielleicht schaffe ich das mit dem FC Aarau.»

Was die sportliche Zukunft von Bürgy und Obexer betrifft, lässt sich Spycher zum jetzigen Zeitpunkt nicht in die Karten schauen. «Für konkrete Aussagen bezüglich der Kaderplanung für die nächste Saison ist es noch zu früh», erklärt er.

«Einerseits hat YB hohe Ansprüche, will national vorne mitspielen und sich für die Champions League qualifizieren. Anderseits hat sich YB zum Ziel gesetzt, möglichst viele junge Spieler in die erste Mannschaft einzubauen. Das ist eine Gratwanderung. Für mich stellt sich die schwierige Aufgabe, die richtige Mischung zu finden.»

Burkis schelmisches Lächeln

Interessant ist in diesem Zusammenhang eine Aussage von Gerardo Seoane. «Ich bin froh, dass Bürgy und Obexer beim FC Aarau Spielpraxis sammeln können und eine führende Rolle spielen», sagt der Trainer der Young Boys. «Von diesen Erfahrungen können sie langfristig profitieren. Sollten die zwei auch in der nächsten Saison für die Aarauer spielen, ist das für sie alles andere als ein verlorenes Jahr. Sie sind noch jung und werden früher oder später in der Super League mit dabei sein.»

Mal schauen, ob Bürgy und Obexer schon auf die Saison 2019/20 hin den Sprung in die höchste Spielklasse schaffen. Klar ist: Bürgy und Obexer machen beim FC Aarau momentan beste Werbung in eigener Sache. Sie spielen auf konstant hohem Niveau. Klar ist auch: FCA-Sportchef Sandro Burki lässt nichts unversucht, die Leihverträge mit Bürgy und Obexer um ein weiteres Jahr zu verlängern.

Und wie stehen die Chancen, dass die Abwehrspieler im Brügglifeld bleiben? «Sehr gut», sagt Burki mit einem schelmischen Lächeln. «Christoph Spycher und ich verstehen uns ausgezeichnet. Ich habe ihm gesagt, dass wir die Zukunft mit beiden Spielern planen. Er kann gar nicht anders, als sie nochmals ein weiteres Jahr an den FC Aarau auszuleihen …

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