Glück gehabt: Es geht nicht um Geld! Es ist eine Einladung für das Cupspiel der ersten Hauptrunde am nächsten Sonntag, 15 Uhr, zwischen dem FC Zollbrück und dem FC Aarau. Natürlich bin ich dabei. Mehr noch. Der Besuch des Spiels zwischen David und Goliath ist für mich Ehrensache.

Thomas Etter, seines Zeichens Medienverantwortlicher des FC Zollbrück, kann für mich zwar leider nur einen ungedeckten Sitzplatz reservieren, aber immerhin soll mir der Platz eine einwandfreie Sicht aufs Spielfeld garantieren. Und einen Parkplatz in der Nähe des Sportplatzes gibt es für den Medienvertreter aus dem Aargau natürlich auch.

Damit nicht genug der Annehmlichkeiten: Im Schulhaus gleich neben dem Sportplatz wird ein Presseraum mit Tischen, Stühlen, Strom und Gratis-W-Lan eingerichtet.

Das alles riecht verdächtig nach einem VIP-Package. Stellen wir den Cup-Gegner des FC Aarau kurz vor: Der FC Zollbrück wurde am 1. Juli 1964 gegründet, feierte also unlängst seinen 52. Geburtstag. Er spielt in der 3. Liga gegen Mannschaften wie Aarwangen, Huttwil, Langnau, Langenthal, Herzogenbuchsee und Roggwil.

Die Heimspiele trägt die Mannschaft von Trainer Bruno Zaugg im Sportplatz Tannschachen aus. Die Klubfarben sind Orange-Schwarz. Der Präsident heisst Stefan Hofer. Die Vereinsnummer lautet: SFV 10418. Die Teilnahme am Schweizer Cup hat sich der FC Zollbrück mit dem Erreichen des Final-spiels im Berner Cup 2015/16 gesichert.

Eigentlich spielt der FC Aarau gegen ein Phantom, denn Zollbrück ist keine eigene politische Gemeinde. Zollbrück ist ein kleiner Ort, der quasi in die beiden Gemeinden Rüderswil und Lauperswil eingebettet ist. So kommt es, dass der Sportplatz Tannschachen zu 95 Prozent auf Rüderswiler Boden und zu 5 Prozent auf Lauperswiler Boden liegt.

Zu den 5 Prozent gehört beispielsweise auch eine Anzeigetafel mit der laufenden Zeit und dem Spielstand. Mal schauen, ob beim Heimteam am Schluss zumindest eine 1 aufleuchten wird. Ein Tor wäre dem David im Spiel gegen Goliath wirklich zu gönnen. Mindestens!