Fussball, 1. Liga

Der FC Wohlen verliert den Erstliga-Spitzenkampf auswärts gegen Leader Biel in Unterzahl gleich mit 0:3

Der FC Wohlen muss sich auswärts gegen Biel mit 0:3 geschlagen geben.

Der FC Wohlen muss sich auswärts gegen Biel mit 0:3 geschlagen geben.

Der FC Wohlen muss sich im Spitzenkampf der Gruppe 2 in der 1. Liga gegen Leader Biel mit 0:3 geschlagen geben. Ab der 10. Spielminute agierten die Freiämter in Unterzahl, nachdem Nikola Bozic eine umstrittene Ampelkarte gesehen hatte.

Das Ergebnis täuscht ein wenig über die gezeigte Leistung hinweg. Wohlen sah sich von Anfang an widrigen Bedingungen ausgesetzt.

Die Partie begann ausgeglichen, aber mit einer frühen Verwarnung für Wohlens Bozic für ein wenig gelbwürdiges Foul an der Mittellinie.

Nach rund sieben Minuten hatte Biels Dragan Stjepanovic die erste grössere Möglichkeit der Partie, FCW-Goalie verkürzte jedoch geschickt den Winkel für den alleine auf ihn zulaufenden Stjepanovic und dessen Schuss zischte am linken Pfosten vorbei.

Umstrittener Platzverweis gegen Wohlen

Drei Minuten später folgte der vermeidliche Knackpunkt im Spiel. Für ein harmloses Foul an der Strafraumkante schickte Schiedsrichter Hüseyin Sanli Wohlens Bozic mit Gelb-Rot in die Kabine. Ein klarer Fehlentscheid. Fortan hiess es für den FC Wohlen: 80 Minuten in Unterzahl.

Davon liess sich das Team von Thomas Jent, der selbst gerade erst von einer Sperre zurückgekehrt war, jedoch nicht beirren. Wohlen agierte weiter mit breiter Brust und hielt das Spiel lange offen gegen den bislang ungeschlagenen Leader. Luigi Milicaj und Thomas Schiavano hatten sogar die Möglichkeit die Freiämter in Führung zu bringen, scheiterten jedoch jeweils knapp, oder an Biel-Torhüter Nicolas Grivot.

Unterdessen kam es zu einem weiteren Aufreger, diesmal in Strafraumnähe des FC Biel. Esat Balaj wurde von einem Bieler klar regelwidrig mit dem Ellenbogen niedergestreckt, die Pfeiffe von Schiedsrichter Sanli blieb jedoch zum Entsetzen der Wohler und ihrer Anhängerschaft stumm. Spätestens jetzt fühlten sich die Gäste, zurecht, ungleich behandelt.

Genickbruch noch vor der Halbzeit

Die Pechsträhne in Sachen Schiedsrichterentscheide sollte aus Sicht der Wohler jedoch noch nicht beendet sein. In der 42. Minute startete Biels Bryan Breyer aus stark abseitsverdächtiger Position und gelangte vor seinem Gegenspieler Nicolas Künzli an einen langen Ball aus der Bieler Hintermannschaft heraus. Anschliessend überlobte er den herausgeeilten Joos und traf so zum Führungstreffer für die Hausherren.

Natürlich war diese Führung verdient für die Bieler. Sie hatten mehr vom Spiel und auch die besseren Tormöglichkeiten. Dennoch agierte Wohlen bis hierher stark und konzentriert und ein Gegentreffer lag nicht wirklich in der Luft.

Es kam noch dicker für die Gäste. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte bekamen die Gastgeber einen Eckball zugesprochen. Den an den kurzen Pfosten geschlagenen Ball verlängerte ein Bieler auf den Kopf von Pietro Di Nardo, der zum 2:0 einnicken konnte.

Zwei Gegentore zur Unzeit, direkt vor der Pause, dazu noch in Unterzahl. Keine rosigen Aussichten also für die zweite Hälfte aus Sicht der Wohler. Doch diese zeigten Moral und bewiesen, dass sie bei ausgeglichenen Bedingungen durchaus mit den Bielern hätten mithalten können.

Tapfere Leistung im zweiten Durchgang

Die Gastgeber erspielten sich im zweiten Durchgang zunächst keine grösseren Abschlussmöglichkeiten. Im Gegenteil, Wohlen versuchte über Konter Nadelstiche zu setzen und suchte forsch den Weg nach vorne, in der Hoffnung auf einen Lucky Punch.

Erst, als in den letzten Minuten der Partie die Kräfte beim FC Wohlen schwanden übernahm Biel wieder das Spieldiktat und durch Alban Mulaj zum entscheidenden 3:0-Torerfolg.

In der Nachspielzeit zeigte dann Schiedsrichter Hüseyin Sanli Wohlen-Coach Thomas Jent noch die gelbe Karte, ehe er die Partie Abpfiff.

Wohlen verlor also den Spitzenkampf, geht aber mit der Erkenntnis in die nächsten Partien, dass man sogar in Unterzahl mit der "Übermannschaft" aus Biel auf Augenhöhe agieren konnte. Dies sollte der Mannschaft Mut geben für die kommenden Aufgaben in der Meisterschaft.

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