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Der FC Wohlen trotzt Leader Vaduz beim Rückrundenstart einen Punkt ab

Der Rückrundenauftakt ist dem FC Wohlen, dem Schlusslicht der Challenge League, geglückt: Das hochverdiente 1:1-Unentschieden gegen den Aufstiegsfavoriten aus dem Ländle ist wohl ein erster Schritt in Richtung Ligaerhalt.

Die 91. Minute: Wohlens Joker Simone Rapp läuft alleine auf Peter Jehle zu, scheitert aber am reflexstarken Torhüter. Kurz zuvor lanciert der nimmermüde Joao Paiva Joel Geissmann, aber der Neue im Dress des Freiämter Challenge-League-Verein bringt den Ball ebenfalls nicht im Tor unter. Der FC Wohlen setzt voll und ganz auf die Karte Risiko, forciert die Offensive und vernachlässigt die Defensivarbeit.

Das Spiel mit dem Feuer geht beinahe in die Hose. Vaduz kontert: Manuel Sutter verpasst das 2:1 für die Liechtensteiner in der Nachspielzeit nur deshalb, weil Flamur Tahiraj Kopf und Kragen riskiert und mit einer Glanzparade das Schlimmste verhindert.

Sesa: «Wohlen wäre der richtige Sieger»

Schliesslich bleibt es in einer intensiven, temporeichen und unterhaltsamen Partie beim Unentschieden. Der FC Wohlen wird für den grossen Aufwand nur mit einem Punkt belohnt. Trainer David Sesa weiss während seiner Analyse gar nicht so recht, ob er sich über den einen Zähler freuen oder über den verpassten Sieg ärgern soll.

«Eines steht fest», sagt Sesa. «Der FC Wohlen wäre der richtige Sieger gewesen. Wir haben eine gute Mannschaftsleistung gezeigt und hatten ein deutliches Chancenplus. Einziges Manko ist die fehlende Effizienz im Abschluss. Das muss in Zukunft besser werden. Viel besser sogar.»

FCW von Beginn weg dominant

Sesa traf mit seiner Aussage den Nagel auf den Kopf. Wohlen bestimmte gegen ein erstaunlich passives, ja arrogant auftretendes Vaduz von Beginn an den Rhythmus und kam schon vor der Pause zu drei klaren Chancen. Jehle liess im Duell gegen Paiva allerdings keinen Gegentreffer zu.

In der zweiten Hälfte das gleiche Bild: Der Aussenseiter dominierte. Das erste Tor aber schoss Vaduz. Nach einem Freistoss von Ramon Cecchini liess der Österreicher Mario Sara Tahiraj mit einem Kopfball aus kurzer Distanz keine Chance.

Die hart erkämpfte Belohnung

Nach gut einer Stunde schien der Mist geführt. Sesas Team aber zeigte Charakter und bäumte sich während der letzten halben Stunde gegen die drohende Niederlage auf. In der 75. Minute wurde Wohlen für das grosse Engagement belohnt. Paiva verwertete einen Penalty zum 1:1. Nun brachen alle Dämme.

Die 910 Zuschauer sahen in der hektischen und an Spannung kaum zu überbietenden Schlussphase einen offenen Schlagabtausch. Dass der Tabellenletzte dabei leichte Vorteile hatte, war insofern überraschend, als dass er zuvor mit seinen Kräften nicht gerade haushälterisch umgegangen war.

Eines steht fest: Der FC Wohlen hat beim 1:1 gegen Vaduz ein Ausrufezeichen gesetzt. Mit solchen Leistungen muss der Ligaerhalt ganz einfach drin liegen.

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