Abklärungen
Der FC Wohlen suspendiert Juniorentrainer und erklärt sich

Nach dem Vorwurf des verbotenen Kontakts zu Kindern und teilweise heftigen Reaktionen von Eltern hat der FC Wohlen entschieden, dass der von der Boulevardpresse beschuldigte Juniorentrainer bis zum Abschluss der Abklärungen keine Trainings mehr leiten darf.

Ruedi Kuhn
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Der ehemalige Juniorentrainer vom FC Zürich wechselte nach seiner Entlassung zum FC Wohlen.

Der ehemalige Juniorentrainer vom FC Zürich wechselte nach seiner Entlassung zum FC Wohlen.

ZVG

Besagter Juniorentrainer wurde vom FC Zürich 2014 «wegen unüberbrückbarer Differenzen mit Eltern» entlassen. Der Juniorentrainer soll beim FCZ über die sozialen Medien Kontakt mit den Junioren gehabt haben und damit gegen internes Reglement verstossen haben. Vor der Anstellung des Juniorentrainers beim FC Wohlen hat sich der Verein Referenzen beim FC Zürich eingeholt. Die Beurteilung der Fach- und Sozialkompetenzen waren einwandfrei. Über den Regelverstoss wurde der FC Wohlen nicht informiert. Deshalb entschied sich der Klub vor 16 Monaten zu einer Zusammenarbeit in der Jugendabteilung. Seither ist der Juniorentrainer bei den Freiämtern angestellt.

Während dieser Zeit liess er sich nach Aussage von Lucien Tschachtli nichts zuschulden kommen und leistete tadellose Arbeit. «Der Mann ist fachlich qualifiziert und hat sich immer korrekt verhalten», sagt der Präsident des FC Wohlen der «Aargauer Zeitung». «Dass er von den Zürchern wegen Differenzen mit Eltern entlassen worden ist, wusste ich nicht. Wir hatten keine Informationen über die Trennungsgründe.»

Der FC Wohlen erkundigte sich nach dem Bekanntwerden der Geschichte auch bei den Eltern der Junioren, ob ihnen in der Vergangenheit ein auffälliges Verhalten im Trainingsbetrieb aufgefallen wäre. Die befragten Eltern haben keine negativen Erfahrungen gemacht und fordern den FC Wohlen dazu auf, ihren Trainern den «Rücken zu stärken».

Für den FC Wohlen ist klar: Der Juniorentrainer hat in den vergangenen 16 Monaten gute Arbeit geleistet und sich nichts zuschulden kommen lassen. Trotzdem suspendiert der Verein den Juniorentrainer bis zum Abschluss der Abklärungen der leidigen Geschichte. Je nach Resultat werden die Klubverantwortlichen entscheiden, ob der Mann entlassen wird oder nicht. Der Juniorentrainer sagte auf Anfrage: «Die Vorwürfe in der Zeitung Blick stimmen nicht. Ich habe ein reines Gewissen.»