Challenge League

Der FC Wohlen schlägt den FC Wil nach grossem Kampf sensationell mit 2:1

Jubel beim FC Wohlen: Gegen Wil gelingt der vierte Auswärtssieg in Folge.

Jubel beim FC Wohlen: Gegen Wil gelingt der vierte Auswärtssieg in Folge.

Vierter Auswärtssieg in Serie: Ein leidenschaftlicher FC Wohlen bodigt den FC Wil beim Wiedersehen mit Ex-Trainer Martin Rueda 2:1.Den Grundstein für den Sieg legen die Freiämter in den ersten zwanzig Minuten, in denen sich die Aargauer durch Tore von Pacar und Muslin eine 2:0-Führung erspielte. Obwohl der FC Wil zum Anschlusstreffer kam und die restliche Zeit ununterbrochen drückte, holen sich die Freiämter den vierten Auswärtssieg in Serie!

Jetzt liegen sie doch am Boden, diese Wohler, die zuvor 88 Minuten litten. Der Wiler Murat Akin erwartet seine Kollegen zum Jubel und macht eine Geste, als ob er ihnen sagen will: Ich wusste, dass der Ausgleich noch kommt. Doch noch bevor er einen seiner Kameraden herzen kann, dreht sich seine Gefühlslage um 180 Grad. Die Fahne weht in der Luft. Im Abseits soll er gestanden sein. Akin sinkt ungläubig zu Boden, die Wohler stehen wieder und klatschen sich ab. Die Führung besteht weiter. Es ist die letzte heisse Szene an diesem kalten Abend in der Ostschweiz, wo der FC Wohlen einen nächsten magischen Abend auf fremdem Terrain erlebt. Denn wenig später ist Schluss.

Gabrieles Rückkehr

2:1 schlägt er den FC Wil, diesen Klub, der dank seinen türkischen Investoren eigentlich so viel mehr Qualität in seinen Reihen hat. Wohlen aber kommt zu seinem vierten Auswärtssieg in Serie. Zudem gelingt es den Aargauern, erstmals in dieser Spielzeit zwei Siege in Folge aneinanderzureihen. Aber vor allem ist es ein Abend, der für den FC Wohlen süsser ist als türkischer Honig. Weil Wil-Trainer Martin Rueda beim ersten Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Klub das Nachsehen hat. Und weil Wohlen-Trainer Francesco Gabriele, der im Mai 2015 in Wil freigestellt wurde, mit seinem neuen Arbeitgeber erstmals in die Ostschweiz reist und dem FC Wil gleich die erste Heimniederlage dieser Saison beschert.

Beruhigendes Polster

Der Sieg kam zustande, weil der FC Wohlen an diesem Abend vor allem eines ist: leidenschaftlicher. Sowohl in den ersten zwanzig Minuten, in denen er dank Stürmer Janko Pacar und Mittelfeldspieler Marko Muslin furios 2:0 in Führung geht. Aber auch in den restlichen 70 Minuten, in denen Wohlen mit beispiellosem Einsatz den Wiler Angriffen trotzt. Nur einmal fällt die Freiämter Abwehrfestung. In der 41. Minute, als Nduka Ozokwo von einer Unachtsamkeit profitiert und den Anschlusstreffer markiert. Es sollte der einzige der insgesamt 25 Schüsse sein, der in diesem Spiel zu einem Wiler Tor führt.

Wohlen-Goalie Joël Kiassumbua spricht nach Spielende von einem Team, das vor allem in der Defensive sukzessive Fortschritte macht. Angeführt wird es von Florian Stahel, dem Routinier, der seit Wochen dieser Rückhalt ist, den sich die Wohler bei der Verpflichtung so erhofften.
So könnte der FC Wohlen plötzlich schon neun Punkte Vorsprung auf das Tabellenende haben, sollte Schlusslicht Schaffhausen heute in Winterthur verlieren. In einer Woche trifft die Mannschaft von Francesco Gabriele nun auf den FC Aarau. Dann will sie, wie Trainer Gabriele sagt, den nächsten Schritt machen. Übersetzt kann das nur eines bedeuten: die Realisierung des ersten Derbysiegs der Geschichte.

Telegramm:

Wil - Wohlen 1:2 (1:2)

IGP-Arena. – 720 Zuschauer. – SR: Al Marri. – Tore: 13. Pacar 0:1. 19. Muslin 0:2. 41. Ozokwo 1:2.

Wil: Deana; Nganga, Papp, Korkmaz, Bühler; Mlinar (71. Lombardi); Ozokwo, Akin, Bottani, Vonlanthen (63. Spielmann), Fazli (66. Roux).

Wohlen: Kiassumbua; Hajrovic, Stahel, Schmid; von Niederhäusern, Bicvic, Castroman (46. Seferi), Kamber; Muslin, Schultz (81. Abegglen); Pacar (85. Foschini).

Bemerkungen: 56. Postenschuss Akin. 90. Gelb-Rote-Karte Korkmaz. Wil ohne Gomis (gesperrt), Keller, Maroufi und Stadelmann (alle verletzt) sowie Yilmaz, Huber, Freid, Breitenmoser, Gjoshi und Ajeti (alle nicht im Aufgebot). Wohlen ohne Dangubic (gesperrt), Giampà, Graf und Loosli (alle verletzt) sowie Minkwitz (nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 24. Korkmaz (Foulspiel). 51 Stahel (Reklamieren). 57. Bühler. 68. Hajrovic. 79. Nganga. 85. Papp (alle Foulspiel).

Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker:

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