Der Auftakt in die neue Spielzeit war beiden Teams gelungen. Solothurn konnte beim SC Goldau ein müheloses 3:1 einfahren, während der FCW beim 3:0 in Langenthal ebenfalls überzeugen konnte.

Dementsprechend gingen beide Teams mit hohen Erwartungen in die Partie, an deren Ende neutrale Zuschauerinnen und Zuschauer sicher zufrieden nach Hause gegangen sind.

Von Beginn an suchten beide Teams ihr Heil in der offensive und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Torraumszenen im Minutentakt auf dem Rasen des Solothurner Stadions. Beide Teams wollten klarstellen, dass sie zu den Aufstiegsfavoriten gehörten. Dies gelang sowohl den Solothurnern als auch den Wohlern eindrucksvoll.

Es waren die Gastgeber, denen der erste Treffer des Nachmittags gelang. In der 19. Minute war es Philippe Gerspacher vorbehalten seine Farben in Führung zu bringen.

Viele Chancen, wenige Tore

Die Antwort der Gäste liess nicht lange auf sich warten. Nur rund zehn Minuten später wurde den Wohlern ein Penalty zugesprochen. Alle Proteste der Gastgeber ob der Entscheidung von Schiedsrichter Drnic halfen nichts. Davide Giampa konnte, trotz Ausrutscher, zum Ausgleich einnetzen.

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte kamen die Wohler besser aus der Kabine, sodass bereits drei Minuten nach Wiederanpfiff Neuzugang Vilson Doda zu einem sehenswerten Volley ansetzen konnte. Sein Sonntagsschuss landete unhaltbar für FCS-Keeper Bähler im linken Eck.

Wohlen übernahm nun das Spieldiktat und konnte sich weitere hochkarätige Torchancen erspielen, die jedoch allesamt unerfolgreich blieben.

Ein altes Fussballersprichwort besagt: «triffst du vorne nicht, bekommst du sie hinten!». Als schon die meisten Zuschauerinnen und Zuschauer im Stadion nicht mehr mit einem Aufbäumen der Gastgeber rechneten erzielte Hannes Hunziker in der 75. Spielminute den zu diesem Zeitpunkt etwas überraschenden Ausgleich zu Gunsten der Solothurner.

Plötzlich war die Souveränität auf Seiten der Gäste wie weggeblasen und Solothurn trumpfte mit zunehmender Spielzeit immer mehr auf.

Drei Punkte verschenkt

In der 86. Minute nutzten die Gastgeber in Person von Emmanuel Mast einen Aussetzer in der Hintermannschaft des FC Wohlen zum vielumjubelten 3:2 Siegtreffer.

Der FC Wohlen zeigt eine über 75 Minuten sehr gute Leistung und belohnt sich am Ende nicht selbst, weil man die Konzentration zu früh absacken liess und sich vom Gegner einlullen lies. Solothurn agierte ähnlich, wie in Goldau, aus einer starken, organisierten Defensive heraus und konzentrierte sich auf Nadelstiche in Form von Kontern.

Für Wohlen sind dies drei verlorene Punkte, die das Team jedoch wachrütteln sollten: in der 1. Liga werden keine Punkte verschenkt!

Im nächsten Spiel der Wohler geht es nicht um Punkte, sondern um ein Weiterkommen im Cup. Am Samstag gastiert dann der FC Wettswil-Bonstetten, ebenfalls Erstligist, im Stadion Niedermatten. Die Partie beginnt um 16:00 Uhr.