Und, und, und: Natürlich gibt es auch eine Statistik über die Anzahl von Platzverweisen und Verwarnungen. Und weil die Swiss Football League den Fairplay-Gedanken hoch hält, schüttet sie jeweils nach einer Saison Prämien für die Top 3 aus. Die fairste Mannschaft erhält 50000 Franken. Die zweitfairste Mannschaft bekommt 30000 Franken. Und das drittklassierte Team wird mit 20000 Franken belohnt.

Stand jetzt ist der FC Wohlen bezüglich Fairness in der Challenge League einsame Spitze. Mit nur 32 Strafpunkten, also 32 Verwarnungen, sind die Freiämter fünf Punkte vor dem FC Schaffhausen. Eine Sperre absitzen mussten bei Wohlen bis jetzt nur die Verteidiger Dylan Stadelmann (6 Verwarnungen) und Sead Hajrovic (4 Verwarnungen). Dreimal gelb sahen Alain Schultz, Sandro Foschini, Momo Seferi, Jan Elvedi und Igor Tadic.

Keine Statistik gibt es über die Gewinner und Verlierer der Vorrunde. Einfach deshalb, weil die Meinungen darüber auseinander gehen. Lassen wir uns auf die Äste hinaus: Der grosse Überflieger im Dress des FC Wohlen ist nach wie vor Alain Schultz. Der 34-jährige Captain führt Regie, zeigt konstant starke Leistungen. Schultz schoss zwei Tore und gab sechs Vorlagen. Er ist ein Vorbild bezüglich Einsatz und Kampfeswillen.

Versprechen für die Zukunft

Positiv in Erscheinung trat auch der sechsfache Torschütze Kristian Kuzmanovic. In der mit Abstand schwächsten Abwehrreihe der Challenge League (39 Gegentore!) war Aleksander Cvetkovic ein kleiner Lichtblick. Eine ansprechende Note verdienten sich die aufstrebenden Talente Matteo Pasquarelli und Lulzim Aliu. Die zwei 19-Jährigen zeigten gegen Ende der ersten Saisonhälfte vielversprechende Ansätze und sind ein Versprechen für die Zukunft.

Zu den Verlierern zählen die Routiniers Marko Bicvic, Dylan Stadelmann, Sandro Foschini und Daniele Romano. Das Quartett konnte die Erwartungen nicht erfüllen. Auch der 22-jährige Seferi kam in der Vorrunde nicht auf Touren.

Bleibt ein Blick in die Zukunft: Der FC Wohlen wird mit den Vorbereitungen auf die zweite Saisonhälfte bereits am Mittwoch, 3. Januar, beginnen. Ein Trainingslager gibt es aus finanziellen Gründen keines. Testspiele sind gegen Lausanne, Thun, Cham und den SC Kriens vorgesehen.

Zum Rückrunden-Auftakt Anfang Februar geht es für den FC Wohlen im Kampf gegen den Abstieg gleich um die Wurst: In der ersten Partie gastiert die Mannschaft in Wil, dann folgt das Heimspiel gegen Winterthur. Interessant: Ausgerechnet der FC Wil und der FC Winterthur sind mit 64 respektive 56 Strafpunkten momentan am Schluss der Fairness-Rangliste. So treffen die braven Wohler gleich zu Beginn auf die Bösen von Wil und Winterthur. Ob das gut gehen wird?