Challenge Leauge
Der FC Wohlen findet bei Chiasso zum Siegen zurück

Die Freiämter gewinnen in Chiasso 3:0 und stellen die Weichen für den Ligaerhalt. Gaspar brach nach 60 Minuten den Bann. Es ist der erste Auswärtssiege des FC Wohlen seit der dritten Runde. Die Freiämter atmen nun wieder etwas auf.

Ruedi Kuhn
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Muckis und Talent: FCW-Goalie Flamur Tahiraj.

Muckis und Talent: FCW-Goalie Flamur Tahiraj.

foto-net / Alexander Wagner

Um Himmels Willen, wo sind wir denn hier gelandet? Mitten in einer Kraterlandschaft auf dem Mond? In einem Sandkasten? Kann auf diesem unebenen, ja löchrigen Geläuf im Stadio Comunale in Chiasso tatsächlich gespielt werden? Es kann. Und wie. Am Ende waren dem FC Wohlen die schwierigen Terrainverhältnisse egal. Völlig egal. Hauptsache gewonnen: Dreieinhalb Monate nach dem 3:1 in Chiasso durften die Spieler des Freiämter Challenge-Ligisten wieder einmal über einen Erfolg in der Meisterschaft jubeln. Und das zu Recht.

Gaspar brach nach einer Stunde mit einem Heber von der Strafraumgrenze her den Bann. Der vierte Saisontreffer des Brasilianers fiel zwar wie aus dem Nichts, war aber sehenswert. Nach dem 1:0 gab es für die Mannschaft von Trainer David Sesa kein Halten mehr. Stefano Milani und Cristian Ianu machten den Sack in der Schlussphase zu und sorgten für einen komfortablen 3:0-Sieg. Sesa war nach dem Abpfiff hochzufrieden, verteilte Komplimente und sagte: «Diesen Erfolg hat sich das Team redlich verdient. Es war besser als Chiasso. In der zweiten Halbzeit konnten wir einige offensive Akzente setzen und waren im Abschluss konkret und effizient.»

Chiasso war für den FC Wohlen also eine Reise wert. Nicht nur Sesa, nein, auch Präsident Andy Wyder war nach dem 3:0 sichtlich erleichtert: «Mir fällt ein Stein vom Herzen», sagte der Klubboss. «Die Mannschaft hat nicht nur gut gekämpft, sondern nach der Pause auch zielstrebig gespielt. Kommt hinzu, dass es in den entscheidenden Momenten endlich wieder einmal für uns gelaufen ist.» Tatsächlich profitierte Wohlen in der Schlussphase von einem Quäntchen Glück. Hätten Emiliano Dudar (83.) und Michele Maggetti (86.) ihre hochkarätigen Möglichkeiten genützt, wäre der Gastklub wohl nochmals ins Zittern gekommen. Weil Chiasso im Abschluss zu wenig kaltblütig agierte, blieb es beim deutlichen Resultat.

Der Erfolg des FC Wohlen kann nicht hoch genug eingestuft werden. Schliesslich fehlten mit Captain und Abwehrchef Michael Winsauer, Sergio Bastida und Pascal Thrier gleich drei Leaderfiguren verletzungsbedingt. Der Tabellenvorletzte liess sich durch diese Absenzen nicht beirren. Die Leistungssteigerung nach einer verhaltenen ersten Halbzeit war frappant. Hervorzuheben gilt es den fehlerfrei agierenden Flamur Tahiraj, den nimmermüden Antreiber Stefano Milani, Abräumer Hemza Mihoubi und natürlich Gaspar: Bis zu seinem Tor in der 60. Minute hätte wohl ein Grossteil der 700 Zuschauer Wetten auf ein 0:0 abgeschlossen.