Fussball
Der FC Rothrist feiert im Schweizer Cup mit Sicherheit

Der Aargauer Zweitligist empfängt am Samstag den FC Le Mont Lausanne aus der Challenge League. Die Favoritenrolle ist klar verteilt.

Pascal Kamber
Drucken
Teilen
Als Aargauer Cupsieger hat der FC Rothrist vom grossen Los im Schweizer Cup geträumt, muss sich nun aber mit dem FC Le Mont «zufrieden» geben.

Als Aargauer Cupsieger hat der FC Rothrist vom grossen Los im Schweizer Cup geträumt, muss sich nun aber mit dem FC Le Mont «zufrieden» geben.

Otto Lüscher

Basel, Zürich, Aarau, Luzern, YB oder die Grasshoppers – von einem der Schweizer Fussballgrössen hat man beim FC Rothrist bei der Auslosung zur ersten Hauptrunde des Schweizer Cups 2014/15 geträumt. Die Hoffnungen der Rothrister, die sich dank ihres 4:0-Triumphes im Aargauer Cupfinal gegen Windisch im vergangenen Mai für den Wettbewerb qualifiziert hatten, gingen jedoch nicht in Erfüllung. FCZ-Verteidiger Philippe Koch, der bei der Auslosung als «Glücksfee» amtete, bescherte der Mannschaft von Trainer Willy Neuenschwander mit dem FC Le Mont Lausanne zwar einen sportlich interessanten Gegner, aber eben nicht den gewünschten «Kracher» für den morgigen Samstag. «Natürlich hofften wir darauf, dass ein bekannterer Schweizer Fussballklub gegen uns spielen wird», sagt Dieter Morf. Der Präsident des FC Rothrist betont aber, dass die Vorfreude auf den ersten Auftritt im Schweizer Cup in der Vereinsgeschichte gross ist. «Immerhin ist ein Klub aus der Challenge League bei uns zu Gast», sagt der 50-jährige Aarburger zur Partie, die um 17 Uhr angepfiffen wird.

Beratung beim Verband

Damit bei den Vorbereitungen auf das Cup-Duell keine Fragen unbeantwortet blieben, liessen sich die Verantwortlichen des FC Rothrist von einer Kontaktperson des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) beraten. Weil es sich morgen Samstag um ein Spiel der ersten Hauptrunde handelt und man auf dem Sportplatz Stampfi keinen riesigen Fanaufmarsch aus der Westschweiz erwarten darf, empfiehl der SFV den Rothristern, den Aufwand tief zu halten. Ganz ohne Vorkehrungen gehe es aber laut Dieter Morf nicht, denn gewisse Bedingungen bezüglich der Sicherheit oder der Infrastruktur müssen trotzdem eingehalten werden. «Vieles ist vom SFV vorgegeben, beispielsweise welche Banden wo aufgestellt werden dürfen», erklärt Dieter Morf.

Hoffen darauf, unterschätzt zu werden

Ungünstiges Los hin oder her, die Premiere im Schweizer Cup wird beim FC Rothrist auch so gefeiert. Es soll zwar keine überrissene Sache geben, «aber wenn 2- bis 300 Gäste das Spiel mitverfolgen, dürfen wir zufrieden sein», sagt Dieter Morf. Und mit etwas Glück können die Schützlinge von Trainer Willy Neuenschwander am Ende mit einem Sieg gar für einen Coup sorgen. «Das wäre allerdings eine Sensation», ist sich Dieter Morf um Le Monts Stärken bewusst. «Nach ihrem Aufstieg in die Challenge League ist bei ihnen viel Dynamik im Verein entstanden. Das Team ist sehr motiviert», weiss er über den Gegner zu berichten, der sich kürzlich mit Johnny Leoni, dem ehemaligen Torhüter des FC Zürich, verstärkt hat. Weil dem Präsident des FC Rothrist die Gesetze des Cup-Wettbewerbs nicht unbekannt sind, hofft er aber, dass Le Mont den Gastgeber – der immerhin mit zwei Derby-Siegen erfolgreich in die 2.-Liga-Meisterschaft gestartet ist – unterschätzen wird. «Dann können wir für eine Überraschung sorgen», sagt Dieter Morf.

Aktuelle Nachrichten