Drei Niederlagen und zwei Unentschieden. Das ist die magere Ausbeute des FC Muri aus den ersten fünf Spielen der Rückrunde in der 1. Liga. Damit sind die Murianer, die hinter dem FC Aarau, dem FC Wohlen und Ligakonkurrent FC Baden die vierte Kraft im Aargauer Fussball sind, unter den Strich gerutscht und stehen auf einem Abstiegsplatz.

Insbesondere im ersten Spiel der Rückrunde gegen den direkten Abstiegskonkurrenten Wangen bei Olten und im darauffolgenden Cup-Qualifikationsspiel gegen Locarno zeigten die Murianer eine schwache Leistung. Trainer Carmine Pascariello, der sich den Auftakt in die Rückrunde ganz anders vorgestellt hatte, spricht Klartext: «Die Einstellung des Teams war in diesen beiden Partien ganz schlecht. Wir haben zu wenig Leidenschaft gezeigt und waren nicht konzentriert.» Droht dem FC Muri, der bereits in der vergangenen Saison bis zum letzten Meisterschaftsspiel um den Ligaerhalt zittern musste, in diesem Jahr der Abstieg?

Die Tabelle der 1. Liga, Gruppe 2, nach dem 19. Spieltag

Rangliste: 1. Luzern II 18 Spiele/44 Punkte. 2. Baden 19/39. 3. Solothurn 19/34. 4. Münsingen 18/32. 5. Buochs 19/29. 6. Schötz 19/28. 7. Black Stars Basel 19/27. 8. Delémont 18/23. 9. Thun II 19/22. 10. Bassecourt 18/19. 11. Zug 94 19/19. 12. Wangen bei Olten 19/19. 13. Muri AG 19/17. 14. Sursee 19/13.

Trainerwechsel ist kein Thema

«Nein», antwortet Sportchef Marcel Käppeli bestimmt. «Ich bin absolut überzeugt, dass unser Kader die Qualität hat, um in der 1. Liga zu bestehen. Natürlich lügt die Tabelle nicht und wir stehen derzeit auf einem Abstiegsplatz, aber wir dürfen uns jetzt nicht verrückt machen lassen. Wir haben noch immer alles in den eigenen Händen.»

Auch die Personalie von Trainer Carmine Pascariello ist trotz den zuletzt mässigen Resultaten überhaupt kein Thema. «Wir lassen das Team in Ruhe arbeiten und mischen uns nicht ein. Carmine Pascariello macht einen guten Job und sitzt fest im Sattel», stärkt der Sportchef seinem Trainer den Rücken.

Muri-Trainer Carmine Pascariello steht nicht in Frage.

Muri-Trainer Carmine Pascariello steht nicht in Frage.

Dass der FC Muri auch in dieser Saison wieder in den hinteren Tabellenregionen zu kämpfen hat, kommt nicht gänzlich unerwartet. Carmine Pascariello, der die Mannschaft im Sommer übernommen hatte, musste gleich neun Abgänge verkraften und ebenso viele neue Spieler ins Team integrieren.

Eine Aufgabe, die der 33-Jährige gut gemeistert hat, denn seine Mannschaft spielte eine solide Hinrunde, wobei sie sich durch späte Gegentreffer wiederholt selber um den verdienten Lohn gebracht hat. Ein Problem, das nach wie vor aktuell ist. So auch am letzten Samstag im Auswärtsspiel gegen Schötz. Nach einer starken ersten Halbzeit führte Muri sicher mit 2:0, verpasste jedoch die Vorentscheidung und musste sich am Ende mit einem 2:2 zufriedengeben.

Drei Punkte müssen her

Dennoch gibt dieser Punktgewinn Anlass zur Hoffnung. Pascariello und Käppeli sind sich einig, dass der FC Muri trotz der vergebenen 2:0-Führung ein tolles Spiel gezeigt hat. «Wenn wir so auftreten, dann werden wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben», ist Käppeli überzeugt.
Am Sonntag können die Murianer nun den Beweis erbringen, dass die gute Leistung gegen Schötz kein Zufallsprodukt war.

Es wartet auf dem heimischen Rasen das wegweisende Kräftemessen mit Schlusslicht Sursee. Die Devise für dieses Direktduell im Kampf gegen den Abstieg ist klar: Drei Punkte müssen her. «Ich erwarte volle Konzentration und eine solide Leistung von jedem Einzelnen. Es wird ein Geduldsspiel, aber ich bin überzeugt, dass meine Spieler nun endgültig verstanden haben, worum es geht», sagt Carmine Pascariello.