Erstmals seit dem 16. August 2014 verliert der FCG wieder einmal eine Partie. Beim Gastspiel in Bassecourt, das ohne den kranken Gränichen-Trainer Sven Osterwalder stattfand – Co-Trainer Mario Buchser vertrat ihn an der Seitenlinie, gab es für die Gelbschwarzen nichts zu holen.

Geprägt wurde das Spiel im Stade des Grands-Près ab der ersten Minute von seiner Intensivität, der aggressiven Spielweise beider Mannschaften und der daraus resultierenden Hektik. Torchancen waren selten – doch wenn es gefährlich wurde, dann vor dem Kasten des FC Gränichen.

Bassecourt mit der Vorentscheidung

Ein Abschluss von Jérémy Randaxhe konnte Livio Buchser in der 8. Minute stark parieren. Nach 21 Minuten war der Keeper dann aber machtlos, als Hamza Olqma einen schnellen Gegenstoss mit einem herrlichen Schlenzer aus 18 Metern erfolgreich abschloss. Glück hatte der FCG in der 36. Minute. Tobias Müller klärte gegen Nolan Erard auf der Linie und verhinderte einen Zweitore-Rückstand vor der Pause.

Dieser war jedoch zehn Minuten nach der Pause Tatsache. Nach einer schönen Kombination stand Randaxhe plötzlich alleine vor dem Tor, umdribbelte den herauslaufenden Buchser und schob abgeklärt ins leere Tor ein. Der FCG zeigte sich ab diesem Rückschlag kurze Zeit wie gelähmt. Bis zur 60. Minute hatten die Platzherren gleich zweimal die Gelegenheit die Partie schon früh zu entscheiden, doch Buchser parierte gegen Randaxhe (56.) und Farid Soltani (59.) mirakulös.

Zweimal Pech für Gränichen

Erst jetzt gelang es Gränichen sich aus der gegnerischen Umklammerung zu lösen und wäre in der 62. Minute beinahe zum Anschlusstreffer kommen. Florian Müllers Schuss aus der Distanz prallte aber an den Pfosten. Nicht nur in dieser Szene, auch fünf Minuten später beklagte sich der FCG über grosses Pech.

Der Schiedsrichterassistenz übersah eine glasklare Offsideposition, was dem FC Bassecourt ermöglichte mit zwei Spielern alleine auf Buchser loszuziehen. Randaxhe musste am Schluss nur noch einschieben – die Partie war entschieden. Mit dem 4:0 durch den kurz zuvor eingewechselten Adrien Bastian in der 81. Minute setzten die Jurassier sogar noch einen drauf. Im direkten Gegenzug dann doch noch ein kleines Erfolgserlebnis für die Gäste. Arshik Ahmetaj traf nach Vorarbeit von Florian Müller zum 1:4, mehr als Resultatskosmetik war dieser Treffer aber leider nicht.

Entscheidungen akzeptieren

Am Schluss mussten sich die Gränichen damit abfinden, dass sich die Platzherren an diesem Abend als die stärkere Mannschaft präsentierten und man verdient verloren hat – auch wenn einige Entscheide des Schiedsrichtertrios sicherlich nicht zu Gunsten des FC Gränichen ausgelegt waren.

Die Chance, diese Pleite vergessen zu machen, bietet sich am kommenden Samstag beim Heimspiel gegen den FC Konolfingen. Anpfiff auf der ZehnderMatte ist um 18.00 Uhr.

FC Bassecourt - FC Gränichen 4:1 (1:0)

Stade des Grands-Près. – 150 Zuschauer. – SR Berger. – Tore: 21. Olqma 1:0. 55. Randaxhe 2:0. 66. Randaxhe 3:0. 82. Bastian 4:0. 84. Ahmetaj 4:1.

Bassecourt: Shala; Chiquet (70. N. Mayer), Farine, Kollar (49. Sirufo), Steullet; Erard, E. Mayer, Monnerat, Randaxhe; Olqma, Soltani (78. Bastian).

Gränichen: Buchser; Gutierrez (78. Füchslin), Wehrli, Züllig, T. Müller; F. Bajo, Keranovic, F. Müller, Ahmetaj; Vasic (61. T. Bajo); Lopez (76. Vuceljic).

Bemerkungen: Gränichen ohne Franek (Militär), Suter (Schule), Krebs, Velimirovic (beide abwesend), Trost, Widmer, Ettle (alle verletzt). – 63. Pfostenschuss F. Müller. – Verwarnungen: 17. Wehrli, 24. Lopez (beide Foulspiel), 64. Keranovic (Reklamieren), 90. Züllig (Foulspiel), 90. Monnerat (Reklamieren).