Challenge League

Der FC Aarau verliert zu Hause gegen Schaffhausen 1:2 und bleibt auch im vierten Saisonspiel ohne Sieg

Nach vier Runden wartet Aarau noch immer auf den ersten Sieg. Zu Hause verlor der FCA gegen das weiterhin verlustpunktlose Schaffhausen 1:2. Lange blieben die Aarauer blass, der Anschlusstreffer in der 87. Minute kam zu spät.

Wer hätte das gedacht: Nach vier Spieltagen wartet der FC Aarau immer noch auf den ersten Sieg. Noch schlimmer: Mit zwei Punkten liegt er gemeinsam mit Winterthur auf dem letzten Tabellenplatz. Schaffhausen und Xamax, Gegner, mit denen sich die FCA-Bosse auf Augenhöhe sehen, sind bereits zehn Punkte entfernt. Der Fehlstart in die neue Saison, welche den verkorksten Frühling vergessen machen sollte, ist perfekt.

FC Aarau - FC Schaffhausen 1:2 (10.08.2017, Stimmen zum Spiel)

Interviews mit Michael Siegfried sowie mit Cheftrainer Marinko Jurendic

Wer jetzt dagegenhält, es seien erst vier Spieltage absolviert, Aarau habe mit Xamax und Schaffhausen gegen zwei starke Gegner gespielt und sowieso werde die Saison erst in der Rückrunde entschieden – okay. Aber, und das muss zu denken geben: Auch abgesehen von den Resultaten ist kein Aufwärtstrend erkennbar.

Guter Auftakt, aber dann...

Der Auftritt im ersten Saisonspiel vor drei Wochen auswärts gegen Xamax macht noch Mut. Trotz 1:2-Niederlage strahlen die Aarauer Selbstvertrauen aus, die spielerische Anlage überzeugt. Das kommende Heimspiel gegen Wil ist resultatmässig zwar eine Enttäuschung (2:2), aber, so der Gedanke, das Ausgleichstor in letzter Sekunde gebe Mumm und Moral.

Denkste! Schon in Winterthur lässt Aarau spielerisch vieles vermissen, gestern gegen Schaffhausen ist von den guten Ansätzen zu Saisonbeginn überhaupt nichts mehr zu sehen. «Schaffhausen spielte eine Klasse besser. Unsere Leistung war ungenügend.» Deutliche Worte des sonst so diplomatischen FCA-Trainers Marinko Jurendic.

Wie in den Partien zuvor ist aus Aarauer Sicht die Anfangsphase die beste. Das Heimteam übersteht die erste Welle der Schaffhauser schadlos und kommt in der 13. Minute selber zu einer Riesenchance. Doch Misic und im Nachschuss Itaperuna vergeben fahrlässig. Müssig darüber zu diskutieren, wie sich die Partie mit einer Aarauer Führung entwickelt hätte. Denn wer anschliessend solche Fehler begeht, der hat solche Gedankenspiele nicht verdient.

Vermeidbare Gegentore

Der Corner, der zum 0:1 führt, ist alles andere als zwingend und kommt nur wegen eines Missverständnisses zwischen FCA-Goalie Deana und Verteidiger Thrier zustande. In der Folge ist es Jäckle, der Gegenspieler Rhyner ziehen und einköpfeln lässt.

Noch dilettantischer das 0:2: Misic, der hochgelobte neue FCA-Flügelflitzer, verliert kurz nach der Pause im Zentrum den Ball und löst so einen Schaffhauser Konter aus, den Cicek erfolgreich abschliesst.

Statt eines Aarauer Aufbäumens bekommen die Zuschauer weitere Chancen der Gäste zu sehen. Nur wegen der Paraden von Deana wird es nach dem Anschlusstreffer von Misic noch einmal spannend. Ebenfalls bedenklich: Gefährlich wird Aarau erst ganz am Schluss mit der Brechstange. «Mir fehlen die Worte», sagt Mittelfeldspieler Siegfried. Und Verteidiger Thaler: «Wenn die Lösung auf dem Tisch liegen würde, wäre es einfach.»

Verschwindet das Verlierer-Gen?

Und nun? Vielleicht hilft Galgenhumor: Beim nächsten Heimspiel am 20. August gegen Vaduz kommt der «Bestatter» ins Brügglifeld. Die Erfolgsserie des SRF spielt in der nächsten Staffel unter anderem im Aarauer Fussballstadion. Dabei, so die Macher, werde eine Leiche gefunden. Bleibt für den FC Aarau zu hoffen, dass mit der Leiche auch das Verlierer-Gen aus dem Brügglifeld verschwindet...

Lesen Sie hier das Spielgeschehen im Liveticker nach:

Meistgesehen

Artboard 1