Challenge League

Stefan «Major» Maierhofer schlägt nach Kritik doppelt zu und führt den FC Aarau zum 3:1 gegen Schaffhausen

Der FC Aarau kommt trotz eines frühen Rückstandes zu einem souveränen 3:1-Heimsieg gegen den FC Schaffhausen dank Toren von Stefan Maierhofer (2) und Damir Mehidic. Damit verbessert sich die Rahmen-Elf auf den fünften Rang in der Challenge League.

Gleich sechs Spieler in der Startelf des FC Aarau gegen Schaffhausen sind 31 Jahre alt oder älter. "Ich habe heute die Erfahrung der Jugend vorgezogen. Einerseits, weil es ein wegweisendes Spiel war, in dem Routine gefragt war. Andererseits, um den Konkurrenzkampf hochzuhalten", sagt Trainer Patrick Rahmen nach dem Spiel. Das Resultat gibt ihm Recht: 3:1 gewinnt Aarau gegen die Nordostschweizer. Und mit Stefan Maierhofer avanciert ausgerechnet der älteste Spieler auf dem Platz zum Matchwinner. Die zwei Tore des Österreichers, das erste zum 1:1, das zweite zum spielentscheidenden 3:1, ebnen den Weg zum dritten Saisonsieg.

Es waren Maierhofers erste zwei Treffer in dieser Spielzeit. Der Routinier war unter der Woche wegen seiner bisherigen Auftritte in die Kritik geraten, sowohl intern als auch extern. Trainer Patrick Rahmen führte mehrere Gespräche mit seinem "Major" und stachelte ihn an mit den Worten, dass er zwar weiterhin ein wichtiger Spieler sei, aber nun mehr kommen müsse. Medial musste sich der extrovertierte Maierhofer anhören, wieder mehr Taten statt Worte zu liefern. Die Kritik hat ihn verärgert, aber scheinbar auch angestachelt: Nicht nur wegen seiner zwei Tore war der 2,02 Meter grosse Maierhofer ein belebendes und wichtiges Element gegen den tief stehenden Gegner.

Auch die anderen Routiniers überzeugten: Markus Neumayr lieferte per Eckball bzw. Freistoss die Vorlagen zum 1:1 und 2:1, Captain Elsad Zverotic war in der ersten Halbzeit überragend, Aussenläufer Jérôme Thiesson beschäftigte die Schaffhauser pausenlos, Innenverteidiger Nicolas Schindelholz rappelte sich nach seinem Aussetzer vor dem 0:1 auf und war nach der Pause eine Bank. Und dann war da noch Geoffroy Serey Dié: Emotional und spielerisch die Mannschaft aufmischen, so lautete die Vorgabe an den 34-jährigen Ivorer. Und dieser lieferte in den 64 Minuten bis zu seiner Einwechslung ab, was man sich im FCA von ihm erhoffte. Seine Präsenz und immense Erfahrung war ab der ersten Minute spürbar.

Im Sog der Routiniers zeigten auch die jüngeren Spieler gute bis sehr gute Leistungen. Linksverteidiger Damir Mehidic, der in dieser Saison noch nicht auf Touren kam, gelang sogar ein Tor - das wichtige und wegweisende 2:1, dank dem die Aarauer den zwischenzeitlichen Schock durch das 0:1 endgültig verdauten.

Einziger Wermutstropfen nach dem souveränen Heimsieg: Er fiel viel zu tief aus. Vor der Pause hatte der FCA Grosschancen für sechs Tore, in der Schlussphase wurden die Konter zu liederlich ausgeführt. 

Die Aarauer verbesserten sich mit den drei Punkten - gleichbedeutend mit der ersten Niederlage im achten Spiel von Murat Yakin als Trainer gegen den FC Aarau - in die obere Tabellenhälfte. Am Dienstag (19.30 Uhr) kommt es im Brügglifeld bereits zum nächsten Kräftemessen, wenn der formstarke Aufsteiger FC Stade Lausanne Ouchy zu Gast sein wird. 

Haben Sie den verdienten Sieg des FCA gegen den FC Schaffhausen verpasst? Lesen Sie hier alles darüber im Ticker nach:

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